Zumeist wird das Hauptaugenmerk auf den jeweiligen Regisseur des Filmes, hier in diesem Fall Harald Reinl, oder noch eher dem Star Roy Black und seine treue Begleitmannschaft wie nun u.a. Uschi Glas, Theo Lingen oder Ilja Richter in der Bewertung der Werke und ihrer Präsenz in der deutschen Kinolandschaft der beginnenden Siebziger Jahre gelegt. Wichtiger, langjähriger zumindest in dem Genre des Heimatfilmes und seiner Variationen wie der Komödie darin und/oder auch der Sexplotte damit und auch verantwortlich für die jeweilige Grundlage ist allerdings der Autor, welcher mit Kurt Nachmann (hier in Zusammenarbeit mit E. R. von Schwarze) ein überaus profilierter Schreiber seit Ende der Vierziger schon und entschiedener Antrieb für sowohl die zweite Welle in den Fünfziger Jahren als auch die dritte und bislang letzte Welle in eben den Siebzigern ist.
Eigentlich wollte Hotellöwe und Konzernchef Mertens [ Ulrich Beiger ] das schlecht laufende und kurz vor dem Bankrott stehende Kärntner Schlosshotel Seefels von Hotelier Theo Frobenius [ Theo Lingen ] demnächst inkognito unter Augenschein nehmen und sich dann auch zu einem möglichst billigen Preis einverleiben. Allerdings machen ihm seine vielen aufeinander eifersüchtigen Affären einen Strich durch die Rechnung, sodass er an seiner statt den Neffen Robby [ Roy Black ] nach Kärnten schickt. Dort ist die Hotelmannschaft aufgrund der kürzlich die Geschäfte und Geschicke in die Hand nehmenden Sabine [ Uschi Glas ], der Nichte von Theo, und ihrer guten Kontakte schon vorgewarnt, allen voran der Kellner Andy [ Ilja Richter ], Leopold, der Mann am Empfang [ Raoul Retzer ] und das Zimmermädchen Tina [ Elke Aberle ], dass sich speziell auf den vermeintlichen 'Frauenkiller' kümmern soll. Doch nicht nur, dass sich Robby als vermeintlicher Portier von Sabine — die bereits von Millionär Bert Ander [ Peter Weck ] umgarnt wird — anstellen lässt, auch hält man den Studienrat Krüglein [ Eddie Arendt ] für Mertens, und spielt ihm ein gutgehendes und vor allem auch volles und exklusives Haus vor; eine Tarnung, die besonders der darauf eifersüchtige General A.D. Pusch [ Siegfried Schürenberg ] und seine verzogenen Blagen torpedieren.
"Alkohol, mäßig genossen, schadet auch nicht in größeren Mengen."Davor und danach wird nämlich eher die Tube der Anstrengung und der klamaukigen Aufgeregtheit gequetscht und gedrückt, schon die Prämisse zielt auf gleich mehrfache und eigentlich bald ständige Verwechslung, v.a. dem der Identität und dies mit leichten Zusätzen (nicht der Romantik, sondern) des finalen behaupteten Liebesglücks. Neben Lingen, der solche Rollen schon in den Dreißigern gespielt und auch noch oder immer noch genauso aussieht sorgt hier natürlich noch Richter für die Portion und die Überdosis von deutscher Witzigkeit, die keine quantitativen und doch viele qualitativen Grenzen kennt. Zudem ist der Schauplatz Kärnten und gerade das Hotel hier, ein “schöner alter Kasten“ mit eher biederer bis altbackener Ausstattung und irgendwo am Arsch der Welt (=bei Pörtschach) liegend kein Hingucker per se, ist man schon anheimelnder per Kinosessel in den Urlaub gefahren und wirkt die Reinlsche Inszenierung durchaus flott und mit guten Schlagerrepertoire von bspw. "Unendlich ist die Liebe" und "Für dich allein (Du kannst nicht alles haben)" aufgezogen, aber auch etwas gequält.
Denn Reinl ist für so was natürlich unterfordert — Nachmann hat ihm als Trost und Ausgleich auch Der Schrei der schwarzen Wölfe (1972) und Die blutigen Geier von Alaska (1973) geschrieben — , macht aber sein bestes aus der Lage, hält die Liebe hoch und wertvoll und bewahrt die Contenance, die mit einem Haufen freilaufender Kinder und allerlei Streichen gegen den eigentlich Erholung vom Beruf suchenden Studienrat, gespielt naturgemäß von Eddie Arendt auch zuweilen außer Rand und Band und nervlich in die Luft zu gehen droht.