Ein grandios durchdachter Film dessen Ende zwar nicht umbedingt ganz überraschend kommt, aber dennoch für eine Überraschung gut sein kann.
Die Stimmung im Film selbst wird durch lustige Szenen immer wieder etwas gelockert, gute Beispiele für solche Gespräche sind die Unterhaltungen von Sir Wilfried Roberts (Charles Laughton) und seiner Krankenschwester.
Die Gerichtsverhandlung an sich verläuft allerdings sehr ernst und die eiskalte scheins gefühlslose "Ehefrau" des Angeklagten (Marlene Dietrich und Tyrone Power) die für die Staatsanwaltschaft aussagt ist die Spitze dieser Spannung, auf ihr baut sich eigentlich der gesamte Prozess auf.
Es läuft alles auf den großen verbalen Endkampf zwischen Marlene Dietrich und Charles Laughton hinaus, wobei beide Schauspieler ihre Characktere sehr überzeugend spielen.
Bis zum Ende des Filmes bleibt Marlene Dietrich diese eiskalte berechnende Person, auch wenn sie zeitweise im Gerichtssaal andere Emotionen vorspielt, aber dann als die Verhandlung vorrüber ist handelt sie aus Wut und Eifersucht und bringt Tyrone Power um, weil dieser ihr nicht treu war.
Der Angeklagte wird übrigens frei gesprochen obwohl er (wie der Zuschauer und der Verteidiger dann erfahren) den Mord, der ihm zur Last gelegt wird, doch beganngen hat. Charles Laughton sagt Marlene Dietrich habe den Angeklagten nicht ermordet sondern gerichtet.
Aufgrund der Leistungen der Schauspieler, sowie dem brillianten Aufabu des Filmes und der Verhandlung und den teilweise lustigen Szenen die das Konzept des Filmes nicht stören gebe ich insgesamt 9/10 Punkten, da mir das Ende doch viel zu wahrscheinlich erschien.