"Hellraiser 4-Bloodline" ist die letzte halbwegs logische und gelungene Fortsetzung des Originalfilms. Deshalb müsste das "Bloodline" im Untertitel in "Deadline" umbenannt werden.
Als gelungen kann man hier die Splatter- und Gore-Effekte erwähnen und die Entstehungsgeschichte des "Zauberwürfels" bettet sich auch sinnvoll in die Rahmenhandlung um eine Weltraumstation als Falle für Pinhead ein.
Natürlich kann der Film nicht mit dem Niveau der Vorgänger mithalten, es gab auch viele Querelen während des Drehs (siehe Zusätzliche Informationen), wäre aber ein würdiger Abschluss der Saga gewesen. Aber nein, man musste ja auch noch den letzten Dollar aus der zu melkenden "Hellraiser-Kuh" rausknüppeln.
Wie schon gesagt, schildert der 4.Teil der Saga das Entstehen des Würfels durch einen gewissen Franzosen namens Le Merchant - einem Spielzeugmacher - um 1800. Dessen Auftraggeber beschwört zum 1.Mal die Höllenkreaturen. Ein Nachfahre von Le Merchant konstruiert in der Gegenwart einen überdimensionalen Würfel, und dessen Nachfahre hat wiederum hat im 22.Jahrhundert eine würfelförmige Falle für Pinhead und seine Cenobiten-Freunde gebaut.
Erst war Kevin Yagher Regisseur, später Joe Chapelle, der schon "Halloween 6" versaute. Hier, bei "Hellraiser 4" hält sich sein zerstörendes Talent aber noch im Rahmen.
Es ist ein etwas billig anmutender B-Film gewurden (siehe die historischen Frankreich-Szenen), aber Pinhead ist sehr präsent. Die manchmal entstehende Langeweile wird immer wieder durch dosierte Gore-Szenen unterbrochen, die sich aber im Rahmen halten. Die Darsteller (außer natürlich Doug "Pinhead" Bradley) dürften allenfalls Insidern ein Begriff sein und deren Leistungen sind somit auch veritabel. Aber wer achtet bei einem Horrorfilm schon auf schauspielerische Glanzleistungen?
Alles in Allem ein fieser kleiner Horrorschocker, der zwar billig, aber sicherlich nicht "höllisch" schlecht ist. Man sollte allerdings auch nicht zu viel erwarten.
Ich gebe "Hellraiser 4" "höllische" 6 von 10 Punkten.