Review

In "Keoma" mimt Italowesterlegende Franco Nero einmal mehr einen toughen Revolverhelden, der ein trostloses Präriestädchen von einer brutalen Gangsterbande befreit. Soweit nichts besonders, doch Enzo G. Castellaris bleihaltige Balade kommt ungewöhnlich stimmungsvoll und optisch recht beeindruckend daher: Schöne Panoramaeinstellungen wechseln sich mit zweitlupenträchtigen Shootouts im Stile von "Wild Bunch" und düsteren Nachtszenen ab. Eine sehr schöne Mischung, die zwar kaum Sam Peckinpahs einsame Klasse und Blutgehalt erreicht aber nicht zuletzt durch den coolen Ohrwurmsoundtrack durchaus ihre Daseinsberechtigung erlangt. Selbiger ist zwar zuweilen etwas penetrant und auch recht inflationär eingesetzt, passt aber meist sehr gut in die Szene und verleiht besonders den atmosphärischen Momenten mit der alten Frau eine ganz eigene Note.
An den Darstellerleistungen der mir größtenteils nicht geläufigen Schauspielern gibt es eigentlich nichts auszusetzen, wohl aber an der gelegentlich schlechten Synchronisation (Bsp Tod des Schwarzen). Aber dieses Manko ist zu verschmerzen, weswegen ich actionreichen "Keoma" allen Freunden des Italowesterns empfehlen kann!

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