Review

Inhalt:

China zur Zeit der Ming-Dynastie. In den Provinzen haben korrupte Magistrate, wie der skrupellose Chu Ko Shan (Pai Ying), das Sagen.
Die KungFu-Schule des alten Meisters Chen (Liu Ping) ist ihm ein Dorn im Auge.

Endlich gebärt die Frau von Chen diesem einen Sohn: Shao Lung (Sek Fung aka Shih Feng).
Und dieser wird vom Meister in KungFu ausgebildet..., vielmehr, er SOLL darin ausgebildet werden, um eines Tages das "Royal Sword" seines Vaters zu übernehmen. 
Doch Shao Lung ist so trainingsfaul wie komplett untalentiert, was diese höchste aller Kampfformen betrifft.
Anders hingegen ein anderer Schüler, der vom Meister einst als Waise in die Schule aufgenommen wurde: Chao Shan (Wang Kuan-Hsiung), der sich zu einem starken KungFu-Fighter über die Jahre entwickelt!

Shao Lung wird indes in das Kloster der Shaolin geschickt, dort soll er nunmehr erfolgreich ausgebildet werden.
Doch Shao stellt sich zu schusselig an..., und wird aus dem Kloster entlassen.
Nun soll eine Priesterin (Kong Ching-Ha) die Angelegenheit übernehmen und retten. 
Doch auch hier scheitert der Versuch, aus Shao Lung einen KungFu-Kämpfer zu machen. Shao schaut den Mädchen hinterher, und bleibt ein schusseliger Typ, da ist wohl Hopfen und Malz verloren!

Schließlich wird Shao durch ein fingiertes Attentat auf Chu Ko Shan in dessen Residenz eingeschleust. Er soll dort zur Palast-Wache aufgebaut werden.
Doch alsbald türmt Shao mit einer jungen Dame, der schönen Hwa (Elsa Yeung) aus der Residenz des Magistraten Chu. Er will mit ihr in die Kampfschule seines Vaters zurückkehren.

Doch diese ist von den Wachen Chu Ko Shan´s besetzt. Shao´s Vater liegt scheinbar im Sterben, und Chao Shan scheint mit Chu Ko Shan gemeinsame Sache zu machen.
Shao und Hwa, sowie ihr dicklicher Kumpel (Yu Bong) entweichen aus der Schule. Sie begegnen dem Abt der Shaolin, der außerhalb des Klosters nunmehr die Ausbildung Shao´s vollzieht. 
Nur wenn Shao endlich KungFu erlernt, hat er eine Chance gegen Chao Shan und Chu Ko Shan!

Die beiden scheinen tatsächlich gemeinsame Sache zu machen, und Chu kann die Schule übernehmen, nachdem Chao Shan augenscheinlich den Meister tötete.
Schließlich kommt es zum finalen Show-Down zwischen Shao Lung und Hwa auf der einen Seite, gegen Chan Shan und Chu Ko Shan auf der anderen.
Doch die Dinge nehmen noch eine überraschende Wendung.......


Fazit:

Der Regisseur "Ulysses" Au-Yeung Jun drehte im Jahre 1981 (anderen Quellen zufolge im Jahre 1978) diese doch teils etwas affige KungFu-Komödie, die den geneigten Fan des Genres erst in der letzten Viertelstunde gut unterhielt und einigermaßen überzeugen konnte, für die gemeinsam produzierenden Labels "Hung Yeung Yau" und "Luh Fwu Film Co." auf Taiwan.

Der Streifen erzählt die Geschichte eines jungen Mannes, der zwar der Sohn eines KungFu-Meisters ist, diesem aber einfach nicht folgen kann.
Er ist eigentlich komplett untalentiert, merkt dies, und resigniert hinsichtlich all der Trainingseinheiten, die letztendlich nichts einbringen. 
Zudem ist er absolut unsicher, und stellt sich schusselig an..., sowohl im Training, bei den Meistern und bei den Mädchen. Was für ein Glück, dass er zumindest gut aussieht, und die Damen trotz allem was von ihm wollen.
Und auch hinsichtlich KungFu, kommt Hauptdarsteller Sek Fung (aka Shih Feng) denn noch auf Touren, da er seinem Vater gegen einen bösen Magistraten und einem augenscheinlichen Usurpator beistehen will.

Dies erzählt die Regie in gedehnten 100 Minuten, und unser Schussel strapaziert die Nerven seines Vaters, seiner diversen Meister, und auch mitunter die des Zuschauers. 
Die Begriffsstutzigkeit, und die hilflosen Versuche dieses jungen Mannes, es allen Recht zu machen..., und sich mit Glück und Mätzchen durchs Leben und diesen Film zu schlagen, sie sollen hier den Betrachter unterhalten, und diesen wohl Schadenfreude entwickeln lassen. 
Tja, ich fand das alles denn doch ein bisschen dünn und teilweise etwas zu billig.

Immerhin kann man sich des öfteren ein Schmunzeln über einen doch derart hilflosen, schusseligen KungFu-Helden (zu dem er im letzten Fünftel des Films noch überraschend und so mal ratzfatz noch wird) nicht verkneifen.
So dusselig er sich hinsichtlich seiner Ausbildung anstellt, so dusselig aber auch duselig -der Typ hat echt Glück, dass die Mädchen ihn wohl sexy finden- stellt er sich bei den Damen an. 
Und die Regie zieht das in die Länge..., um doch sage und schreibe 100 Minuten dafür noch zusammen zu bekommen..., tja, irgendwie sagenhaft.
Und man bleibt tatsächlich am Ball..., irgendwas müssen "Ulysses" Au-Yeung Jun und sein Co-Regisseur Lin Chi-Yan denn doch richtig gemacht haben.

Das ganze lebt wohl davon, dass man sich fragt: Kriegt dieser Typ noch die Kurve? Und wie das wohl geht.
Na ganz einfach..., in der letzten Viertelstunde begegnet der endlich geläuterte Held -der jetzt auf den Dreh kommt, sich mal anzustrengen und alle Unsicherheit abzulegen-  dem Abt von Shaolin, und das Training flutscht zack-zack! 
Dann geht es in den ernsthaft angelegten Endfight..., mit einem letzten Twist!
Und so kriegt nicht nur Sek Fung, sondern auch der Streifen selbst denn noch die Kurve. Gleichwohl das natürlich nicht so ganz glaubhaft wirkt.
Sei´s drum, der letzte Eindruck ist der Frischste..., und man sieht denn über so manches hinweg, immerhin.

Die Atmosphäre ist durch hübsche Bauten und Kostüme gegeben, gleichwohl das kein teurer Eastern ist, und in diesen Kulissen wohl zig Filme dieser Gattung entstanden, ein Eastern von der Stange halt.
In all dem geht Sek Fung (aka Shih Feng) seinen Weg..., ein Mann, der noch voller Unsicherheit steckt, ängstlich und zurückhaltend ist. Aber auch weiß, andere wollen was von ihm, erwarten was von ihm..., und er muss es irgendwie hinbekommen, dass da ein paar Dinge doch noch rund laufen. Da bekommt man irgendwie Mitleid..., und hofft mit dem ´Helden wider Willen´.
Tja, das ist wohl die Intention die hier aufgebaut werden soll, dies teils affig, umständlich und hanebüchen.

Sek Fung und Wang Kuan-Hsiung, sie agierten schon im kernigen Eastern "Five elements of kung fu" ("Der Todeshammer des Shaolin", siehe mein Review auf dieser website) miteinander, und das konnte wesentlich besser gefallen. Mann..., da war mehr Drive drin! Beide sehen so aus, wie sie in diesem Film aussahen, da drängte sich ein Vergleich für mich sofort auf. Und das schwächt leider die Sache denn noch zusätzlich.

Doch Wang Kuan-Hsiung ist auch eine Stärke des Streifens..., denn er ist der absolut ernste Gegenpol zu Sek Fung. Und dies als sein Trainings-Kamerad, der aber wesentlich talentierter ist, ein starkes KungFu erlernt..., zielstrebiger und charakterstärker ist, als sein Kamerad.
Und ist er ein Usurpator..., ein Villain in dieser Geschichte? Was steckt hinter diesem Mann...? Wang Kuan-Hsiung... einen wie ihn braucht dieser Film.

Genauso wie den Haupt-Bösewicht..., ein weiterer dringend benötigter Ernst zu nehmender Gegenpol: Pai Ying..., der die Sache auf eine ernstere Schiene bringt, er agiert skrupel- und kompromisslos.
Liu Ping spielt den genervten Vater..., der seinen Sohn nicht zur Räson kriegt..., aber auch die entscheidende Finte im Finale setzen kann.
Garniert ist alles mit schönen Damen..., allen voran die attraktive Elsa Yeung, die auch kampftechnisch im Finale Akzente setzen kann. Die würde ich nur dann von der Bettkante schubsen, wenn ich eine Doppel-Ehe mit den Hamburg1-Moderatorinnen Stephanie Meyer und Vanessa Seifert führen würde... ;-) .

Das bringt mich schließlich zur Action. Die lebt vom Können von Wang Kuan-Hsiung..., der agil und technisch beschlagen fightet. So richtig los geht es erst in den letzten 20 Minuten..., mit Wang Kuan-Hsiung, Pai Ying, Elsa Yeung und endlich Sek Fung. 
Dynamisches, knackiges KungFu..., das kann die Sache rausreißen, so wie das Ratzfatz-Training mit Sek Fung und Elsa Yeung..., alles garniert mit einem gelungenen Dubbing (Geräuschkulisse).
Das Finale kann für manches zuvor entschädigen...!

Mit "Wandering dragon" kann ein Eastern-Vielseher noch einigermaßen leben..., selten zuvor war ein Held so schusselig und hilflos, das sucht man im Genre fast vergeblich, und war somit mal was anderes.
Dies...., und ein kerniges Finale, Wang Kuan-Hsiung, der dem eigentlichen Helden fast die Show stiehlt, manch kleiner Gag der doch zum Schmunzeln anregte..., und viele schöne Chinesinnen, können das ganze Komödchen noch auf etwas wohlwollende, aufgerundete, sehr, sehr knappe 6/10 Punkte hieven...!

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