Review

Rocker, Punker und Hopper müssen draußen bleiben! "Groove - 130 bpm"  ist ein Film für unsere Technogemeinde. Nicht die Gabbers (der Film heißt 130 bpm, nicht 200 bpm), sondern Raver sollten sich angesprochen fühlen.

Wir begleiten David Turner auf eine Rave Party in San Francisco. Bisher hatte er mit Techno noch nichts am Hut, doch er lässt sich von seinem Bruder überreden zur Party mitzukommen. Nicht nur David, auch der Zuschauer bekommt einen Einblick in die Technoszene. Alles spielt sich in einer Nacht ab. Es gibt eine riesige Rave Party inklusive Drogen (XTC, GHB, Lachgas...) und einer Razzia. Doch sobald die Gesetzeshüter wieder verschwunden sind beginnt die Party von neuem. Es wird getanzt bis in die Morgenstunden. Ab und zu geht es in den Chill-Out Room um kurz zu verschnaufen und dann wird wieder das Tanzbein geschwungen. Für David wird die Party zum unvergesslichen Erlebnis und sein Leben hat sich für immer verändert.

Voraussetzung für "Groove - 130 bpm" ist, dass man keine Abneigung gegen Techno hat. Wer mit der elektronischen Tanzmusik was anfangen kann kommt voll auf seine Kosten. Es gibt viel schöne Beats und Grooves. Das Lebensgefühl der Technoszene wird perfekt rübergebracht. Der ganze Film ist sehr bunt und sehr lebendig. "Groove - 130 bpm" lässt das Herz eines jeden Technofreaks höher schlagen und macht richtig Laune auf Loveparade, Mayday und co. Wenn man den ganzen Ravern beim Dancen zusieht kribbelt es im Magen und man wäre am liebsten selbst dabei.

Im Mittelpunkt steht bei "Groove - 130 bpm" allerdings nicht der Rave an sich, sondern eigentlich geht es um David. Er macht einiges an neuen Erfahrungen. So schluckt er zum Beispiel zum ersten Mal XTC und lernt im Rausch ein junges Mädchen kennen.

Die Schauspieler spielen überraschend gut. In typischen Raveroutfits grooven sie durch die Nacht. Die Hauptrolle ist mit Denny Kirkwood sehr gut besetzt. Er hat zwar keine großen Erfahrungen als Schauspieler vorzuweisen doch weiß zu überzeugen. Die hübsche Lola Glaudini ist ebenso wenig bekannt, sie spielt aber auch gut.

Der Film geht nicht mal 80 Minuten. Das ist etwas zu kurz. Man hätte ruhig noch 20 Minuten oder mehr drauflegen können. Das Ende ist auch nicht so gut. Das Leben von David hat sich nach dieser Nacht verändert, doch leider ist der Film sobald die Party zu Ende ist ebenfalls vorbei. Man erfährt nicht was jetzt noch kommt. Es wäre sehr interessant gewesen zu erfahren wie es nach dieser Raver Party mit David weitergeht. Ansonsten gibt es an "Groove - 130 bpm" wirklich nichts auszusetzen. Allen Freunden der elektronischen Tanzmusik und solchen die es werden wollen sei dieser Streifen wärmstens empfohlen.

Greg Harrison konnte mit "Groove - 130 bpm" leider keinen Renner landen. Das verstehe ich gar nicht, so wenige Technofreaks gibt es hierzulande doch gar nicht. Jedenfalls ist "Groove - 130 bpm" ein unbekannter und wenig beachteter Film (leider).

Vom ravenden Bubimann gibt es 8 Points für diesen sehr guten Film.

Rave On

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