Für den Bau einer intergalaktischen Umgehungsstraße wird die ganze Erde von Aliens zerstört, doch ein normaler Erden-Bürger, gespielt von Martin Freeman überlebt den Vorfall, da sich sein Freund, gespielt von Mos Def, als Alien entpuppt und mit ihm die Erde verlässt. Für die beiden beginnt eine fantastische Reise quer durch die Galaxis.
Der Film basiert auf der kultigen Vorlage von Douglas Adams, die ich nicht gelesen habe. Und hier liegt das Problem: Wer sich mit der Vorlage nicht auskennt, findet sich im Film nicht zurecht und versteht die vielen Insider-Witze nicht. Als Zuschauer wird man nach einer kurzen und überaus unbefriedigenden Einweisung durch einen Erzähler, der übrigens im Laufe des Films zunehmend nerviger wird, in den Film geworfen und dann in dieser überaus skurrilen und unübersichtlichen Welt von Douglas Adams allein gelassen. Darüber hinaus macht es offensichtlich den Eindruck, als hätten sich die Filmemacher für ihre 110 Minuten zu viel vorgenommen und mit aller Macht versucht, zu viele Wendungen und zu viele verschiedene Personen einzubauen, sodass der Film im Endeffekt viel zu gehetzt wirkt und für den Zuschauer, der die Vorlage nicht kennt noch unübersichtlicher wird. Charakterkonstruktion und Story sind dabei natürlich bewusst lächerlich und haben selbstverständlich keine Tiefe.
Aber nicht nur die Story ist unfassbar skurril, auch die Umsetzung von Regisseur Garth Jennings, der mit "Per Anhalter durch die Galaxis" sein Regie-Debüt liefert, ist entsprechend bizarr und leider auch sehr anstrengend. Das Erzähltempo ist furchtbar schnell, sodass der Film die ganze Zeit über sehr gehetzt wirkt und keinen ruhigen Moment hat. Die Kulisse ist natürlich sehr bunt und anstrengend, doch während sie anfangs noch einen optischen Reiz hat und, wird auch sie auf Dauer nervig, genauso wie die schnelle Musik. Damit ist der Film alles in allem überaus nervig, wobei ich dazu bemerken muss, dass ich sowieso kein Fan solcher Filme bin. Am schlimmsten ist jedoch die ebenfalls skurrile und viel zu dick aufgetragene Maske, die den Film endgültig zu einer nervigen Freak-Show macht. Ich persönlich fand den Film somit anstrengend und nervig und habe mich die ganze Zeit über gelangweilt. Damit ist der Film doch eher etwas für die Fans der Vorlage und auch der schräge Humor wollte mir nicht wo wirklich gefallen.
Martin Freeman, der schauspielerisch bisher kaum in Erscheinung treten konnte, spielt einigermaßen solide. Mit Mos Def und Sam Rockwell spielen wenigstens zwei einigermaßen erfahrene Darsteller mit, die sicherlich auch eine solide Leistung bringen, den Film aber auch kaum noch retten können. John Malkovich ist in einer kleineren Nebenrolle zu sehen.
Fazit:
Dieser Film ist absolute Geschmackssache und wird den Fans der Vorlage wohl auch gefallen. Doch wer, so wie ich, nicht mit dieser wunderlichen Welt, in der sich Geschosse in Wale verwandeln und Mäuse sprechen können, vertraut ist, wird sich wohl langweilen. Darüber hinaus ist der Film für meinen Geschmack viel zu skurril und bizarr und erinnert stellenweise ein bisschen an Tim Burtons Werke.