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„Full Contact“ alias „Tiger Cage 2“ bietet angenehm rasante und zudem relativ harte Hongkongaction.
David (David Wu) wäscht Schwarzgeld für die Triaden in Hongkong, wobei er Hilfe von seinem Freund, dem gut betuchten Anwalt Wilson (Robin Shou), bekommt. In dessen Büro arbeitet auch die junge Mary (Rosamund Kwan), die bald heiraten will. Doch als Anwältin ist sie bei der Scheidung des Ex-Cops Alan Yau (Donnie Yen) und seiner Frau knallhart und macht ihn sich zum Feind. Innerhalb weniger Minuten hat „Full Contact“ seine Hauptfiguren eingeführt, die zu diesem Zeitpunkt alle noch nichts miteinander zu tun haben.
Allerdings hat Wilson eigene Pläne und inszeniert einen Überfall auf Davids nächste Geldlieferung. Der Überbringer kann das Geld allerdings verstecken, wird aber auf der Flucht erschossen. Er stirbt in Marys Armen, auch wenn Alan und David ihm noch zur Hilfe eilen. Die erste Actionsequenz ist temporeich und bringt alle Hauptfiguren nun endgültig zusammen.

David weiß nicht, dass sein Kumpel hinter dem Überfall steckt und informiert den Triadenboss über den Raub. Das Geld bleibt allerdings verschwunden, weshalb sich sowohl die Triaden als auch Wilsons Leute an Mary und Alan heften. Die beiden müssen fliehen und um ihr Leben fürchten, aber gleichzeitig die Hintergründe aufdecken, um zu überleben...
Die Geschichte von „Full Contact“ ist zwar nicht so originell, aber sehr temporeich erzählt und verbindet eine große Portion an Actionszenen, weshalb sie für diesen Hongkongkracher voll und ganz ausreicht. Dank des hohen Tempos kommt an sich keine Langeweile auf und die Spannung erreicht ein solides Niveau. Plotwendungen gibt es nur ein paar, aber diese kommen halbwegs überraschend.
Zu bemängeln gibt es allerdings auch ein paar Sachen. Zum einen besitzt der Film ein paar kleine Längen, wenn er versucht mehr als ein Actionfilm zu sein und es mit Tiefgang versucht. Doch diese Szenen bremsen den Film eher aus als zu ihm beizutragen, aber es sind zum Glück nur wenige (Stichwort Dreiecksbeziehung). Die Machart ist HK-typisch ohne große Schwächen, aber bei weitem nicht auf Hollywoodniveau. Die deutsche Synchro ist allerdings zum abgewöhnen, da die Dialoge schwach klingen, die Sprecher falsch gewählt wurden und einige Szenen noch auf Englisch sind.

Dafür ist „Full Contact“ umso überzeugender, wenn die Darsteller die Fäuste sprechen lassen. Die Martial Arts Szenen sind sehr spektakulär und schick inszeniert, ohne Drahtseiltricks oder CGI-Effekte. Auf den Fights liegt auch das Hauptaugenmerk, aber ein paar nette Schießereien und Verfolgungsjagden kommen auch vor. Sehr schön sind die Zweikämpfe gegen Ende, vor allem der mit dem Schwert.
Die Darsteller sollen in erster Linie kämpfen können und das tun sie auch. Dabei bleiben die meisten von ihnen schauspielerisch eher blass, nur Donnie Yen kann wirklich überzeugen. Teilweise könnte das aber auch an der miesen deutschen Synchro liegen, aber um die darstellerischen Leistungen geht es hier eh so gut wie gar nicht.

Furioser Actionthriller aus Hongkong mit einigen Schwächen in der Handlung, aber klasse Actionszenen.

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