Kriege haben die Zivilisation fast völlig vernichtet, noch immer wird gekämpft. Der Einzelgänger Lew schlägt sich durch das mittlerweile fast menschenleere, verwüstete Land. Ohne Hoffnung, ohne Zukunft. Dies ändert sich, als er der jungen Riva begegnet, die in einer der letzten Siedlungen lebt. Doch ihre Liebe ist bedroht, denn in den Schatten der Nacht lauert eine bisher noch unbekannte Gefahr: die Nachtwesen, die nach immer mehr Opfern gieren. Auch den Banditen Kaman und Sira widerfährt eine schicksalhafte Begegnung mit den Geschöpfen der Dunkelheit, die ihre Existenz für immer verändern wird... Die finstersten Tage der Menschheit haben begonnen.
Wir sind mal wieder im Amateurbereich Made in Germanien. Erfreulicherweise nicht in der eh schon überfüllten Blutgesudel- und Kopfschußabteilung, im Gegensatz zum Indie-Mainstream (wow sich selbst in einem Bindewort widersprechen, reife Leistung), versucht sich das Team um Regisseur Hendrik Röhrs an einer episch fantastischen Geschichte mit bisher zwei Teilen.
Über Teil eins kann ich mangels Inaugenscheinnahme leider nix sagen aber da Teil 2 das Prequel von Teil 1 ist kann der Zuschauer unbelastet in die Handlung einsteigen. Und diese ist wahrlich komplex DDEK mischt munter in den Genres Fantasy, Endzeit, Vampirhorror und Drama mit. Hierbei verzettelt sich der Film gerne mal, die Wirkung wäre sicher größer wenn man sich mehr auf eine Richtung konzentriert hätte, statt die Genres im Gießkannenverfahren über den Film zu streuen. Die Ansätze zu einem guten Produkt sind nämlich absolut vorhanden, die Amateurschauspieler(deren Frisuren aber manchmal alles andere als postapokalyptisch aussehen) machen ihre Sache soweit ordentlich, das Drehbuch ist ebenfalls ausgearbeitet und wurde nicht lieblos in einer durchzechten Nacht auf einen Bierdeckel geschrieben und der Score wird sogar einer Major Produktion durchaus gerecht. Kritik nur an der Sprachausgabe, da konnten sich die Macher leider keine Post-Production leisten und manchmal versteht man leider nur unverständliches Genuschel.
Für Indie-Film Freunde lohnt es sich auf alle Fälle mal reinzuschauen, zumal mir kein teutonischer Film einfällt der sich auch nur entfernt an eine solche Thematik ranwagt, ich werde mich auf alle Fälle mal nach dem Vorgänger umschauen.
6/10