The Forsaken
Hm; "The Forsaken" ist schonmal ein Vampirfilm, keine Frage.
Wenn man mal die Altersfreigabe anschaut (es gibt keine FSK-Freigabe !), sogar ein ziemlich "deftiger".
Obwohl das eigentlich genau meine "Wellenlänge" wäre, würde ich den Film nicht uneingeschränkt empfehlen wollen.
- Also der Film ist nicht wirklich schlecht, aber es gibt weitaus besseres in diesem Segment.
Die (Vampir) Geschichte:
Vampire gibt es wirklich !
(Das wußten wir doch alle)
Das muß auch der junge Filmstudent: Sean (Kerr Smith) erfahren, als er auf dem Weg von L.A. nach Miami zur Hochzeit seiner Schwester, den jungen Anhalter: Nick (Brendan Fehr) mitnimmt.
Als die beiden an einer Raststätte die junge, aber völlig apatische: Megan (Izabella Miko) aufnehmen, entpuppt sich Nick als Vampirjäger, da er sich sehr gut mit der seltsamen "Krankheit" auszukennen scheint, mit der Megan infiziert ist...
Dummerweise wird Sean von Megan gebissen, als die beiden "Vampirjäger" versuchen Megan's "Leben" zu retten, da sie in telepatischen Kontakt mit dem "Obervampir" steht, den Nick schon seit geraumer Zeit verfolgt (Carpenter's "Vampire" läst grüßen).
Aus den (z.T. unfreiwilligen) Jägern werden gejagte, denn auf dem Weg quer durch die USA kann so einiges passieren; insbesondere wenn man von einer Gruppe Vampiren verfolgt wird, die selbst am Tage in einem verosteten, alten Auto umherkutschiert werden, und alles gnadenlos niedermetzeln was sich ihnen in den Weg stellt...
Also "The Forsaken" schlägt eindeutig in die Bresche ähnlicher Road-Movie/Vampir-Filme, wie beispielsweise: "Near Dark", "Sundown", oder auch Carpenter's "Vampire".
"The Forsaken" ist aber irgendwie "jünger" als die o.g. Filme; also eher so im Stile von solch "Teenie-Horror"-Filmen, wie: "Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast", und/oder "Düstere Legenden" (aber NICHT damit vergleichbar, weil völlig anderes "gelagert").
Ich kann mir nicht helfen, aber so der "Überflieger" ist das nicht unbedingt. Der Film geht zwar teilweise ziemlich heftig (blutig) zur Sache, aber irgendwie bleibt da ein "bitterer Nachgeschmack". Ich persönlich würde da eher "Near Dark" bevorzugen, weil der einfach mehr "Klasse" hat, was diesem hier aber gänzlich fehlt.
Also so der: "atemberaubende Vampir-Thriller, der mit seinen sensationellen Jungstars neue Maßstäbe als Genre-Reißer setzt" (frei nach DVD-Cover) ist das auf jeden Fall NICHT. Der Film ist durchaus stimmungsvoll, und teilweise sogar recht spannend; aber bei der ("zusammengeklauten") Geschichte hapert's dann doch ein wenig...
Fazit:
Recht einfach "gestricktes" Vampir/Road-Movie, bei dem man sich am Ende fragt: "Was habe ich eigentlich die letzten ~87 Minuten gemacht ?"
-Ein eher belangloser Film, der nur was für eingefleischte Vampir-Fans zu bieten hat, bzw. zu empfehlen wäre.
Horror-Fans sollten besser erstmal einen (vorsichtigen) Blick auf die Verleih-Version richten, bevor man riskiert sich das Teil auf DVD zuzulegen...