Review

Eine neumodische Mischung aus Vampirfilm, Roadmovie und Horror, so könnte man " The Forsaken " betiteln. Vor allem hat Regiesseur J.S. Cardone endlich mal etwas solides zustande gebracht. Er schrieb auch gleich das Drehbuch und man merkt hier ganz genau an welchen Vorbildern er sich orientiert hat. Dann wurde der Film größtenteils mit unverbrauchten Jungstars besetzt, da das Budget nicht das Größte war. Leider blieb dem Film dann auch die Kinoausstrahlung verwährt und es wurde eine Direct to DVD Ausstrahlung daraus. Der Film ist zwar wirklich professionel gefilmt, aber der B-Movie Herkunft kann er dennoch nicht leugnen.

Inhalt:
Filmstudent Sean soll ein Auto überführen und nutzt die Chance um danach gleich zu seiner Schwester auf die Hochzeit zu fahren. Unterwegs nimmt er den mysteriösen Nick mit. Und genau damit beginnt der Schlamassel, denn Nick ist Vampirjäger und schon bald werden Beide von einer Gruppe von Vampiren gejagt. Dabei gabeln sie die infizierte Megan auf und Sean wird von ihr gebissen. Also müssen sie den Obervampir vernichten, denn damit ist das Virus aufzuhalten, doch den Beiden bleibt nicht mehr viel Zeit und außerdem können sie ihn nur auf geheiligtem Boden vernichten. Eine Jagd durch die Badlands beginnt.

Es wird geklaut, aber immerhin ganz gut. Man merkt diesen abgekupferten Roadmoviestil von " From Dusk till Dawn " und die Geschichte mit der infizierten Megan, die man als Lockvogel benutzt, genauso wie in " Vampires ". Aber trotzdem hat " Forsaken einiges zu bieten. Leider muss man darauf erst mal eine knappe halbe Stunde warten, denn Regisseur Cardone hielt es für besser erst mal alle Charaktere einzuführen, bevor die Jagd dann beginnen kann. Ich finde er hätte am Anfang eine Goreszene oder etwas Action einfügen können, hat er aber leider nicht und so müssen wir uns damit abfinden mit dem Gedanken, dass die nächste Stunde auf jeden Fall rasanter wird.

Und das wird sie auch, denn ab sofort gibt es viel Verfolgungsjagden, wobei das schöne Mercedes Cabrio welches Sean üerführen sollte immer schrottreifer wird und natürlich darf in einem Vampirfilm auch der rote Saft nicht fehlen. Da bekommt man eine hübsche Herzrausreißszene geboten, ein paar blutige Vampirhinrichtungen, kleine Keilereien und natürlich dürfen auch die blutigen Einschüsse nicht fehlen. Der Goreanteil geht in Ordnung und ist auch manchmal recht hart anzusehen, nur dass man da gleich eine SPIO/JK geben muss, ist etwas verwunderlich, genauso wie die Indizierung.

Leider bietet die Story kaum eigene Ideen und versucht das auch gar nicht, nur die Modernität sieht man ihr gut an. Hier hausen die Vampire nachts in Kofferräumen und haben irgendwelche vertrottelden Menschen als Fahrer. Nachts fährt man dann durchs Land macht Party und saugt irgendwelche armen Menschen aus. Auch die Figur des Obervampires selber erinnert sehr an Stephen Dorf alias Dekan Frost in " Blade ". Fast die gleiche Charakterisierung und das Aussehen, nur leider nicht die Intensität.

Aber die Kulisse ist sehr schick und hält wirklich einige tolle Aufnahmen bereit. Die Wüste ist auch wirklich der passende Ort für so eine Jagd und Cardone reizt das auch gut aus.
Auch der Sound ist schick. Viele harte Rockklänge, aber auch gute spannungsuntermalende Sounds, welche wirklich gut dazu passen. Allein an Musik und Kameraführung merkt man die Neuheit des Films und auch die Versuche des Filmteams, das Ganze so modern wie möglich herüber zu bringen.

Bei den Hauptdarstellern hat man sich eher ans jüngere Personal gewendet. Kerr Smith, kennt jeder aus " Dawson´s Creek " spielt den armen Sean, welcher in dieses Abenteuer unfreiwillig hineingezogen wird. Die Rolle des her soften und ruhigen Typs passt sehr gut zu ihm.
Brendan Fehr als Nick hat man endlich mal ne gescheite Frisur verpasst, zum Beispiel in " Roswell " sah er ja furchtbar aus und in " Final Destination " nicht viel besser. Aber hier kann er sich durchaus sehen lassen.
Die niedliche Izabelle Miko mimt die infizierte Megan. Schon in " Coyote Ugly hat sie mir sehr gut gefallen und hier auch wieder.
Auf jeden Fall sind die Darsteller passend gewählt und könne auch überzeugen.

Fazit:
Vampirroadmovie mit Tiefen, aber mit mehr Höhen. Kommt etwas langsam in Fahrt, kann dann aber Rasanz bieten. Die Action ist gut und auch der Goreanteil kann sich sehen lassen. Optik und Kulisse sind sehr gut gelungen, genauso wie die Sounds. Insgesamt locker über Durchschnitt.

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