„The Forsaken“ würde nichts lieber tun, als dem Vampirgenre eine dringend benötigte Bluttransfusion zu verpassen, aber dieses teen-orientierte Roadmovie mit blutgierigen Untoten bleibt dann doch reines Modeprodukt für die DVD-Generation.
Hier wird Vampirismus mal wieder als eine Art Seuche dargestellt, bei dem man den Verursacher, einen von sieben uralten Vampiren (und ehemaligen Rittern) töten muß, um den Virus zu stoppen. Medikamentös kann die Wirkung des Bisses vorerst gestoppt werden und somit bemühen sich „Dawsons Creek“s Kerr Smith und „Roswell“s Brendan Fehr beim Trip durchs amerikanische Outback, den fiesen Blutsauger und seine Kumpane zu stoppen.
Wie immer fragwürdig, was ein Vampir, der nur durch Sonnenlicht getötet werden kann, ständig in der Wüste macht, aber das können wir noch verknusen. Aber unser Finsterling hat leider nicht mal ausreichend Charisma, um als Uralter halbwegs authentisch rüberzukommen, sondern sieht aus wie ein gealterter Hippierocker, dem man seit den 80ern keinen ordentlichen Haarschnitt mehr verpaßt hat.
An allen Ecken und Enden stinkt es nach Cathryn Bigelows „Near Dark“, nur ist die Originalität nicht zu finden. Das blasse Mäuschen, was hier den Mädchenpart abliefert, grunzt und quietscht fast die volle Laufzeit somnambul, wofür wir auch sehr dankbar sind.
Die Bösen haben keine besondere Aura, die beiden guten Jungs sind zu gesichtslos für irgendein...ich sag mal...Charisma und hektische Flashs mit viel Blut bringens auch nicht.
Was bleibt, ist solide Vampir-Action für den sofortigen DVD-Start ohne größere Ansprüche.
Was mich nicht daran gehindert hat, hier nach einer Dreiviertelstunde das Interesse zu verlieren. (4/10)