Genau in dem Moment, in dem Greg seine Angebetete Pam um ihre Hand bitten will, klingelt bei ihr das Telefon. Am anderen Ende: ihre Schwester, die Pam erzählt, daß sie demnächst heiraten wird, und daß ihr Freund bei ihrem Vater um ihre Hand angehalten hat. Greg denkt sich: "was der kann, kann ich auch", und beschließt, ebenfalls bei Pams Vater vorzusprechen.
"Ein Wochenende in der Hölle" wäre ebenfalls ein sehr passneder Titel für diese Komödie gewesen, denn statt einem einfachen ja auf seinen Heiratsantrag muß ein armer Mensch sich erstmal die Erlaubnis seiner Schwiegereltern holen. Die se entpuppen sich als skurriles, todernstes und spießiges Pärchen, das für viele Menschen allein schon ein eindeutiger Trennungsgrund wäre.
Der Film hat einige wirklich witzige Szenen, aber meine Humor traf er nicht völlig ins Schwarze. Die Story konzentriert sich sehr stark auf den armen Greg Focker und den Schwiegervater in spe, während dessen Frau und Verlobte Pam kaum bis gar nicht stattfinden und vom Drehbuch auf die stille Treppe gesetzt wurden. Zudem stellt sich Daddy noch als pensionierter CIA Leiter heraus, was sicher noch zusätzlich zur Lockerheit eines eh schon eingeschüchterten Menschen beiträgt.
So nimmt der arme Greg jedes nur mögliche Fettnäpfen in Reichweite mit, zerstört die Familienurne, düngt den garten aus der Sickergrube oder hat physische Auseinandersetzungen mit der Hauskatze. Das ist zwar alles lustig, aber oftmals wirkt das todernste Gehabe und der trockene Humor ein wenig aufgesetzt. Der Humor mag manchen liegen, aber ihn deswegen in den Rang einer Spitzenkomödie zu hieven find ich übertrieben.
Die Story ist eher locker und flockig, dazu noch Owen Wilson in einer amüsante Nebenrolle als Pam´s Ex, die Laufzeit vergeht flüssig und die Darsteller sind alle auf ihre Art sympathisch. Aber mehr als nett ists dann auch nicht.
6/10