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Der amerikanische Arzt Dr. Benjamin McKenna (James Stewart) macht mit seiner Frau Josephine (Doris Day), einer ehemals bekannten Sängerin und dem Sohn Hank Urlaub in Französisch-Marokko. In einem Bus lernen sie den Franzosen Louis Bernard kennen. Dieser wird wenige Tage nach Ankunft im Hotel auf dem Marktplatz erstochen und röchelt McKenna im Sterben die Information entgegen, dass in London ein Attentat auf eine wichtige Persönlichkeit vorgesehen sei, das Ganze garniert er mit dem Hinweis "Ambrose Chappel", mit dem zunächst keiner etwas anzufangen weiß. Plötzlich ist Hank verschwunden und schon bald erreicht das verzweifelte Ehepaar die Nachricht, dass die von Bernard übermittelte Information nicht in die Öffentlichkeit geraten dürfe, denn sonst geschehe dem Jungen Böses.

Die McKennas reisen nach London, McKenna ermittelt auf eigene Faust. Ambrose Chappel entpuppt sich bald als Lokation, nicht als Name einer Person, und zwar als Kapelle, also eine Chapel, in der die Entführer, die sich als Handlanger des eigentlichen Attentäters herausstellen, getarnt als Geistliche Hank festhalten. Letztendlich wird alles aufgedeckt, das Attentat scheitert und der geliebte Sohn kehrt in die Hände der Eltern zurück.

Ein recht komplizierter Plot, den ich ziemlich verkürzt wiedergegeben habe, für ein ziemlich braves Filmchen. So brav wie die beiden Hauptdarsteller. Spannung kommt hier selten auf, auch weil sich die Inszenierung zu sehr auf die Sorgen der Eltern um ihren Filius konzentriert als auf die Thrillerelemente. Ein Krimi als Familiendrama. Ich bin mit diesem Film, der wohl kaum zu Hitchcocks Meisterwerken zu zählen ist, nicht recht warm geworden. Das ist mir viel zu konventionell und bräsig, Verzeihung. Andererseits natürlich auch keine Katastrophe, dafür ist der Regisseur zu versiert.

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