Bei deutschen Ensemblefilmen bekomme ich immer gleich Gänsehaut unter den Fußsohlen, man denke nur an den furchtbaren Dörrie-Hammer "Bin ich schön?".
Und jetzt so ein Teil mit Riesentitel, na ja, immerhin ist es eine Komödie.
Ist sie es wirklich?
Nennen wir es mal lieber amouröse Verwicklungen mit komischen Folgen, denn wirklich witzig ist hier nur weniges, dafür aber so manches immerhin charmant und mit reichlich Herz zusammengebraut. Die relativ hohe Schauspielerdichte wird durch ein intelligentes, wenn auch nicht übermäßig kompliziertes Drehbuch zu- und wieder auseinander geführt und kommt wenigstens zu einem ordentlichen Schluß.
Positives und Negatives halten sich dabei die Waage.
Positiv zu bemerken wären die Jungdarsteller (Cosma Shiva Hagen hat einiges an Natürlichkeit mitzubringen), die Kindesentführungsepisode, die Cinderella-Variante auf dem Mambo-Wettbewerb und die Hängepartie am Ende auf dem Balkon (obwohl hier die Logik schon stark strapaziert wird).
Negativ fallen auf: die furchtbare Wahl, Dieter Landuris einen Italiener spielen zu lassen; die noch furchtbarere Wahl, den stets unkomischen Christoph Waltz den Off-Comment sprechen zu lassen, die Ziellosigkeit der Landgrebe-Episode und ein arg schleppender Beginn.
Was dem Film die Leichtigkeit raubt, ist die Geschwätzigkeit des Drehbuchs. Die deutsche Bieder- und Behäbigkeit wird leider volles Rohr mitinszeniert, anstelle sich auf Pointiertheit und knackige Ideen zu konzentrieren. Wenn es dann witzige Szenen gibt, sind sie meistens zufällig oder mit der Brechstange aufgeboten.
Es gibt sicherlich Schlimmeres im deutschen Film, als dieses Verwirrspiel der Gefühle, aber dank des ziellos hin und her schwappenden Drehbuchs, bleibt dieser Film nur eine Handbreit über dem Niveau eines witzigen deutschen TV-Films. Aber davon gibt's ja aus unseren Landen auch nur selten welche. (5/10)