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Alle Wege führen nach Rom - Alle? Nein nicht alle den nach Rom zog es Ridley Scott nun nach Jerusalem. Als 2000 der Film
Gladiator in die Kinos kam erfand Scott das Genre es Sandalenfilms neu und schuf in meinen Augen neben Blade Runner und Alien ein weiteres Meisterwerk. 5 Jahre Später kommt nun Königreich der Himmel in die Kinos und muss natürlich der hohen Messlatte gerecht werden, die Scott sich mit Gladiator selbst gelegt hat.

Königreich der Himmel erzählt uns die Geschichte des jungen Hufschmieds Balian der kurz nach dem Selbstmord seiner Frau von seinem Vater dem Kreuzritter Godfrey besucht wird. Godfrey bittet Balian mit Ihm nach Jerusalem, dem Königreich der Himmel, zu kommen. Balian weigert sich jedoch. Erst als Balian in einen Anfall von Wut den örtlichen Priester umbringt folgt er dem Ruf seines Vaters. Auf der Reise nach Jerusalem wird Godfrey jedoch getötet und so ist Balian nun der neue Baron von Ibelin. In Jerusalem angekommen muss er sich nun mit den Machtspielchen der dortigen Herrscher auseinandersetzen und so Jerusalem gegen die einfallenden Angreifer verteidigen.

Inwiefern sich der Film an geschichtliche Daten hält kann ich leider nicht sagen, da ich mich mit den Kreuzzügen nicht wirklich auseinandergesetzt habe. Die Story von Königreich der Himmel hat mir persönlich gefallen auch wenn Sie nicht ungemein anspruchsvoll war. Leider schleichte sich bei mir nach den ersten 30 Minuten eine gewisse Langweile ein. Diese verging jedoch recht schnell und der Film kommt in der letzten Stunde richtig in Fahrt. Mehr als überzeugen konnte die Umsetzung des Filmes. Es gibt einfach großartige Aufnahmen wie man es seit Filmen wie Gladiator oder Der Herr der Ringe erwartet. Natürlich konnte auch die Actionszenen überzeugen. Allerdings sind diese bis auf den Anfang und der großen Schlacht am Ende etwas rar gesät. Aber gerade die Schlacht in der letzten Stunde des Filmes ist das Kinogeld wert. Mir persönlich gefiel das Schlachtgetümmel im Königreich jedenfalls besser als die Schlachten in Troja (Was nicht heißt das diese schlecht waren). Auch nicht zu unterschätzen ist der Härtgrad des Filmes. Zwar gibt es 1-2 Stellen die definitiv gekürzt wurden, trotzdem ist der Film für eine Freigabe ab 12 erstaunlich blutig.

Orlando Bloom ist hier in seiner ersten großen Rolle zu sehen. Vorher musste er sich den Posten des Hauptdarsteller ja immer teilen. Ob Orlando Bloom die ideale Besetzung für diesen Film ist, darüber kann man sich streiten. Jedoch muss man sagen das er das beste aus dieser Rolle rausholt und sich tapfer schlägt. Trotzdem wäre eine Darsteller der etwas rauer aussieht besser gewesen. Liam Neeson spielt Balians Vater und hat aufgrund seines Todes nur eine begrenzte Screentime. Seine Rolle spielt er sehr überzeugend, was wohl daran liegt das Mr. Neeson die Vater- und Mentorrollen immer auf die Brust geschrieben werden. Demnächst sehen wir Mr. Neeson ja als Mentor von Batman. Jeremy Irons hat in Königreich der Himmel ebenfalls eine Rolle die er überzeugend spielt und es ist schön diesen Darsteller mal wieder in einem guten Film spielen zu sehen.

Königreich der Himmel ist ein Film der es definitiv nicht schafft an sein großes Vorbild "Gladiator" herzukommen. Warum allerdings einige Kritiken den Film zerreisen kann ich nicht nachvollziehen. Ich wurde bestens unterhalten. Leider bekommt der Film von mir einen Punkt mehr abgezogen, da ich bei einem Film dieser Größe einen gewissen Gänsehautfaktor erwarte den ich leider nicht hatte. Schade eigentlich.

7 von 10 Punkten

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