Review

Ridley Scott (der Regissseur) aüßerte einmal in einem Interview, er wäre kein Autor, sondern besäße lediglich die Fähigkeit ein Drehbuch visuell umzusetzen. Das hat er auch in gewohnter Qualität gemacht - womit schon alles Positive über diesen Film gesagt wäre. Ist es wirklich spannend und interessant einen Spielfilm über Christen und Muslime, die sich vor ca. 800 Jahren um Jerusalem geprügelt haben, zu inszenieren. Politisch zeitgemäß und korrekt in Szene gesetzt, störte mich vorallem die aufgesetzte Moral. Es gibt gute und böse Christen, wie es gute und böse Muslime gibt und hätten wir nur ein wenig mehr Toleranz für den Andersdenkenden, hätten wir das Königreich der Himmel. Auch war mir der Werdegang des einfachen Schmieds, der nach drei Minuten Schwerttraining mit Papa im Wald zum Krieger und großen Feldherrn aufsteigt ein wenig arg aufgesetzt. Und wer verzichtet bitte allen Ernstes auf das Angebot "Eva Green und den Königsthron plus Entsorgung des fiesen Gegners". Da haben wir wieder die aufgesetzte Moral. Zu guter Letzt reiten Held und Heldin noch dem Sonnenuntergang entgegen. Das hatte wirklich noch gefehlt! Mit einem besser strukturierten Drehbuch und realistischeren Charakteren wäre es ein würdiger "Gladiator"-Nachfolger geworden.

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