9
"Königreich der Himmel" besitzt eine sehr melancholische Grundstimmung und sagt einigen dadurch vielleicht nicht so zu. Die Kraft bezieht der Film aus seiner ruhigen Erzählweise, den schönen aber auch zugleich bedrückenden Bildern und auch der sehr tragischen Musikstücke. Der hier von mir besprochene Director´s Cut gefällt viel besser als seinerzeit noch die Kinofassung! Durch die zusätzlich eingefügten Szenen bekommen wir einen wesentlich komplexeren Film geliefert, der nicht nur sehr gut unterhält sondern auch eine interessante Storyline bietet! Die Zeit, aus der hier erzählt wird, wäre so manchem ohne diesen Film wohl kaum noch bekannt! Bewertung: 9,5 / 10 Punkten
9
Nachdem "Königreich der Himmel" nicht den erwarteten Erfolg des Filmverleihes brachte, erinnerte man sich an die ursprüngliche Fassung und bringt jetzt, fast 2 Jahre später, den über 50 min. längeren Directors Cut nachträglich auf den DVD-Markt. Plötzlich wird aus dem durchschnittlichen Historienfilm ein tiefsinniges , beeindruckendes und Oscar-reifes Filmepos. Schade um die vertane Gelegenheit,der Masse zu zeigen,wie Ridley Scott diesen Film ursprünglich geplant hatte. Hab aus diesem Grund meine Wertung auf 9 erhöht.
4
Was in diesem Historienfilm von Ridley Scott fehlt,ist das Herzblut,die emotionale Tiefe,mit der die Figuren an ihre Schlachten herangehen. Doch der feine Herr Bloom erlernt den perfekten Schwertkampf innerhalb weniger Stunden und mutiert somit zum Helden. Eine routinierte Arbeit der übrigen Beteiligten(Kamera und Musik)täuscht nicht darüber hinweg,dass hauptsächlich gähnende Langeweile diesen Streifen beherrscht. Die historische Vorlage hätte wesentlich mehr hergegeben,so bleibt nur ein müdes Schlachtenepos ohne Widererkennungswert denn den hat Ridley Scott bei Gladiator bereits voll ausgeschöpft.Für mich Scott´s schlechtester Film überhaupt. Enttäuschende 4 von 10 Punkten
8
Schade, "Königreich der Himmel" hatte alle Voraussetzungen für einen neuen Referenzfilm.Doch leider lies das katastrophale Drehbuch dies absolut nicht zu! ;-( Da konnte auch Gegie-Meister Ridley Scott kein Meisterwerk abliefern.Beispiel: Was zum Henker soll die "Einführungssequenz"(die fast 45 ! Minuten dauert) bis die Story eigentlich richtig erst losgeht.Das hätte man wunderbar in einer Rückblicksequenz von 5-10 Minuten kurz und einfühlsam zeigen können. So wird einem der Einstieg in den Film extrem vermiest.Langatmig ist noch das positivste Attribut, was ich gehört und empfunden habe. Wer allerdings dann noch einen Draht zum Film hat, bekommt tolle Kreuzzug- Atmosphäre: - beeindruckende Jerusalem Schlacht - intrigante mittelalterliche Interessenkonflikte - kritische christliche Glaubensauffassung - "Jerusalem" Problematik mit den verschiedenen Weltreligionen. Deswegen gerade noch...(8/10)