Review

Convoy of girls gehört zu den Naziexploitern, bei denen leider bei den Dreharbeiten das Exploitation verlorengegangen ist. Jess Franco, der hier unter einem Pseudonym für diesen Müll verantwortlich ist,  zieht alle Register, um diesen Film so langweilig wie möglich zu machen.

Story: Der junge deutsche Soldat Erich von Strasser kehrt nach einer Verwundung aus Afrika (?) zurück und trifft in einem Berliner Puff seine ehemalige Jugendliebe wieder. Diese hat, um ihren Vater zu schützen, der ihre jüdische Freundin bei sich zu Hause versteckt hat, eingewilligt, einer Sondereinheit beizutreten. Die Sondereinheit ist aber in Wirklichkeit nur dazu da, den höheren Militärs von Berlin den Abend zu verschönern. Erich versucht also seine Ex aus dem Bordell rauszuholen und geht zu seinem Vorgesetzten. Alles was er aber erreicht ist, dass seine Holde irgendwo anders hingebracht, und der selbst an die russische Front versetzt wird. Einige Zeit später trifft er seine Freundin wieder, diesmal in einem Puff in Russland, ob sie wohl diesmal zusammen glücklich werden?

Der Film ist einfach nur langweilig, es passiert nicht wirklich was. Am Anfang gibt es mal wieder etwas Stockfootage aus Jess Francos Oasis of Zombies und gegen Ende ein paar Ballereien im russischen Schnee, da man aber nie versteht, wer auf wen schießt, kann man sich auch die getrost schenken. Zumal die meisten Soldaten eh nur wie ein Brett umfallen, ohne dass man einen Grund erkennt. Typische Exploitationmerkmale kommen so gut wie gar nicht vor, es gibt 3-4 Oben-ohne-Szenen, von denen eine Brechreiz auslöst. Überhaupt sehen bis auf die Hauptdarstellerinen die meisten anderen Mädels ziemlich durchschnittlich aus.
Alles was ein wenig überzeugt ist das Ende, in dem Erich kurz erklärt, warum er nicht mehr an Hitler und das 3. Reich glaubt und das Kämpfen leid ist. Als er dann mit seiner Renata in der Kutsche durch den Schnee fährt, gönnt man ihm das Happy End sogar, doch leider geht der Film da noch 3 Minuten...

Fazit: Bei Naziexploitern sollte man nie viel erwarten, obwohl andere Genrevertreter wie z.B. Ilsa - Shewolf of the SS im Ausland auch mal in Arthousekinos laufen, ist der Hauptteil dieser Filme doch eher Trash. Dieser Streifen ist nicht mal das, er ist einfach nur Zeitverschwendung.

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