Ein etwas ungelenk wirkender, aber sonst liebenswerter Radio-DJ versucht in der Welt der Einschaltquoten und Werbeeinnahmen sich selbst zu bleiben und muss sich dabei mit allerlei Problemen rumschlagen.
Howard Stern, berühmt-berüchtigter US-Radio-DJ und Enfant-terrible der US-Medien seit den frühen Siebzigern, widmet sich in diesem überaus witzigen Streifen ein filmisches Denkmal. Sehr symphatisch spielt er sich gleich selbst. Sein Kampf um Einschaltquoten, bzw. das Unverständnis seiner Produzenten, gegen ethische und moralische Heucheleien und vorgefasste Meinungen ist unterhaltsam und lässt einem tief in die amerikanische Radiolandschaft der Siebziger und Frühachtziger blicken (die sich nicht sehr von der unseren hier unterschied). Das Ganze ist ziemlich derb, aber ungemein spassig. Wie Stern den Hörern einer soeben zum Country-Sender mutierten Radiostation seine Ansicht über Countrymusik mitteilt oder live über Radio einer Hörerin einen Orgasmus verpasst, muss man gesehen haben. Sterns Kredo ist schlicht: Jede und jeder darf seine Meinung Kund tun. Der einzige Nachteil: Nicht-amerikanische RadiohörerInnen werden einige der Insider-Jokes nicht verstehen, und auch einige der sich selbst spielenden Mitarbeiter Sterns haben natürlich nicht die gleiche Wirkung wie bei den Amis.
Der Film ist ein Muss für Leute, denen der Radioeinheitsbrei auf den Keks geht.
Wer Howard Sterns Ansichten gerne lesen möchte, empfehle ich sein autobiographisches Buch "Private Parts" (Goldmann-Verlag, 1997). Dort kann man noch tiefer in die Welt dieses einzigartigen Menschen eintauchen.