Drei College-Freundinnen, die alle von ihren Männern für jüngere Frauen verlassen wurden, finden nach vielen Jahren durch den Suizid einer vierten Freundin zueinander und beschließen, es ihren Ex-Männern heimzuzahlen. Die gründen den First Wives Club.
Humor und ich haben so eine Art Hassliebe. Ich weiß selbst nie so genau, wie mein Humor gestrickt ist. Eigentlich hat diese Dramödie alles, was es zu einem echten Hit braucht. Die Besetzung ist bis in die Nebenrollen erlesen, die Geschichte ist super, das Handwerk mehr als solide, nur zündet sie für mich mal so gar nicht. Und das derart, dass ich lediglich zweimal schmunzeln musste, mehr nicht, kein einziger Lacher.
Die Story ist grundsätzlich klasse und hat eine Menge Potential. Die Art, wie die Typen völlig verdient auseinandergenommen werden, ist schon sehr kreativ. Und vor allem ist das Ganze auch wirklich hübsch in Szene gesetzt. Ich verstehe in einem gewissen Rahmen die Notwendigkeit, das Geschehen nach Gründung des Clubs und damit die Motivation der Figuren vorzubereiten, aber die drei Damen bekommen in den ersten 35 Minuten nur psychologische Fußtritte verpasst. Das sind locker 10 Minuten zu viel für meinen Geschmack, das hat mich runtergezogen, den witzig war das nicht.
Aber immerhin sind die drei Protagonistinnen mit Feuereifer dabei, haben sichtlich Spaß, was insbesondere für Diane Keaton gilt, die mehr als einmal völlig eskaliert. Und das ist auch mein Problem mit dem Film und dem Humor darin, das ist mir alles zu laut, zu anstrengend und manchmal (bitte um Verzeihung, mir fällt aber kein anderes Wort ein) zu hysterisch. Das alles nervt mich mehr, als dass es Spaß macht und das, obwohl ich alle drei wirklich gerne sehe. Aber das hier ist mir viel zu überdreht.
Wirklich gelungen sind für mich lediglich die letzten 20-25 Minuten und speziell die Abschlussszene, in der die Drei ihr Liedchen trällern.
Zu überdreht und anstrengend, der Funke will einfach nicht überspringen trotz Spielfreude und geballten Talents. Da wäre so viel mehr drin gewesen.