Almodovars Ärsche arrangieren Achtziger anders
Ein wenig das junge Gegenstück zu Almodovars viel gesetzterem „Leid & Herrlichkeit“ ebenfalls mit Antonio Banderas, kommt „Das Gesetz der Begierde“ gleichzeitig super ungestüm aber auch super kontrolliert daher, wenn eine Affäre zwischen einem erfolgreichen Regisseure und seinem neuen Lover vor Eifersucht tödliche Bahnen zieht und nicht nur für die beiden zerstörerisch verläuft…
Melodrama-Männerhintern-Meisterstück
Sinnlich, spielerisch, sündig, schön, sexy, schwul. „La Ley del Deseo“ ist schon das komplette Paket Almodovar. Gay-Melodrama trifft Hitchcockthriller. Immer am Abgrund von Kitsch, Camp und Käse. Und im Endeffekt doch viel eher Kunst. Banderas lässt die Leinwand flimmern. Alles hat hier eine sehr kurze Zündschnur. Lustvoll leidenschaftlich. Mit Betonung auf Leiden. Dieser frühe Almodovar macht keine Gefangenen. Nicht im Polizeibericht und nicht im Bett. Ein Versteckspiel der Körperflüssigkeiten. Ein Vexierspiel der Eitelkeiten. Ein Verwirrspiel der Eifersucht. Einmal glühen wie Sternschnuppen, gerne auch zwischen den Pobacken… und dann ebenso explodieren, verglühen, auf dem Höhepunkt das Theaterstück bühnenseitig links verlassen.
Glied & Eifersucht
Fazit: Was für ein sinnlicher Trip… Ich mag diesen wilden, radikaleren, frühen Almodovar unheimlich gerne!