Unausgegorener Mix aus Eastern und Actionfilm........
Story:
Liu Jian (Jet Li) ist ein chinesischer Topagent und soll der Pariser Polizei bei der Verhaftung eines chinesischen Drogendealers zur Hand gehen. Zusammen mit dem französischen Polizisten Richards (Tchéky Karyo) überwacht er den Dealer in einem Luxushotel. Doch der ist korrupt, hat Dreck am Stecken und tötet den Drogendealer. Als er nun den einzigen Zeugen, Liu Jian, töten will kann der mit letzter Kraft entkommen und eine Aufzeichnung der Morde mitgehen lassen. Geschickt stellt Richards, der einen lukrativen Ring von Drogen und Prostitution betreibt, Liu als Mörder da. So muss dieser erst mal untertauchen und stösst zufällig auf eine Nutte. Sie hat war Zeugin der Vorfälle im Hotel und kann Richards belasten. Doch der hat ihre Tochter, die Liu jetzt holen wird......
Die Story soll ist sehr abstrus, verwirrend und undurchsichtig. Um alle Zusammenhänge zu verstehen, muss man eigentlich noch mal nach dem Film über den genauen Verlauf nachdenken. Ein sehr großer Schwachpunkt des Films, da die Story es so nicht einmal schafft die Actionszenen zu verknüpfen. Daß Honkongstars wie Jet Li nicht gerade vor einfallsreichen Dialogen strotzen, dürfte klar sein....
Musik:
Entweder wird versucht Easternmusik schlecht zu imitieren ( man mag nur an das Triangelgedudel denken) oder es wird nervige Hiphopmucke eingespielt, die überhaupt nicht zu den Kampfszenen passt. Der Musikstil scheint wohl zur Zeit in Actionfilmen angesagt zu sein, auch wenn sie nicht passt. Ein weiterer Schwachpunkt...
Atmosphäre:
Dank des verwirrenden Anfangs versucht man sich erst mal im Film zurechtzufinden, ein Eastern ist es nicht und ein reinrassiger Actioner auch nicht. Die Kampfszenen sind zwar gut choreographiert, schnell geschnitten und brutal, aber leider viel zu selten. Da kann das tolle Ende auch nicht mehr viel retten. Im Film wird einfach zu viel rumgesülzt. Als Zuschauer habe ich mehr Action erwartet. Statt dessen wird Pseudoeasternthematik ala Akupunktur und ein Sentimentalitätsaufbau genutzt, der lächerlich oder für einen Actioner fehl am Platz wirkt. Hätte man diese beiden Punkte am Rand erwähnt, hätte das voll auf gereicht. Aber so nervt vor allem die lange Krankenhausszene und das kitschige Sentimentaliätsende. Wäre der ganze Film ansatzweise wie Jet Lis Angriff auf das Polizeigebäude gewesen, wäre aus dem Film wirklich etwas geworden.
Schauspieler:
Jet Li spielt den chinesischen Topagenten Liu Jian. Vergleicht man den Auftritt mit seiner Rolle aus „Romeo must die“ ebenfalls große Schwächen. Viel mehr als van Damme und Chuck Norris hat er nämlich auch nicht drauf. Dialoge sind ihm fremd, das einzige was er kann ist Karate. Entweder liegt das nun daran, dass er kein schauspielerisches Talent besitzt oder das er immer in diese monotonen Rollen gequetscht wird. Das es auch anders geht, zeigt zum Beispiel Chow-Yun Fat. Die klischeebeladenen, immer unterschätzten schüchternen Chinesen kann er jedenfalls spielen. Mehr auch nicht....
Tchéky Karyo gibt mal wieder ein hübsch fiesen Bösewicht ab, die er ähnlich gut wie in „Bad Boys“ oder Crying Freeman“ meistert. Die Gnadenlosigkeit und der Egoismus trieft bei ihm praktisch aus jeder Pore. Mal wieder eine gute Darstellung des umbarmherzigen Fieslings, auf die er langsam festgenagelt wird. Warum er in diesem Film selber etwas „drogenkrank“ aussieht, bleibt unklar... Typisch aber für ihn, das ihm selbst die eigenen Leute nichts wert sind. Bösewicht in Reinkultur.
Fazit:
Nicht grad umwerfender Mix aus Eastern und Westactioner, mit einem toll choreographierten Ende und einem gut gespielten Bösewicht.