Spannender und beklemmender Psychothriller von Steven Spielberg, der gerade mal für eine knappe halbe Mio. $ gedreht wurde.
Story:
Der PKW Fahrer David Mann (Dennis Weaver) ist auf dem nach Hauseweg zu seiner Frau.
Da er es sehr eilig hat und pünktlich daheim ankommen will, überholt er einen Truck Fahrer (Cary Loftin).
Doch der nimmt es David übel und zieht an ihm vorbei.
Völlig darüber überrascht und leicht verärgert überholt David den 40 Tonner noch einmal.
Das nimmt ihm der unbekannte Truck Fahrer übel, und empfindet daher die Aktion als Duellherausforderung.
Von nun an klebt der rostige Truck an David´s Wagen wie eine Klette und terrorisiert ihn bis an die Grenzen.
Ein mörderisches und gefährliches Spiel entsteht zwischen beiden und David muss bald um sein Leben fürchten ....
Schauspieler:
Dennis Weaver spielt David Mann.
Er hat es sehr eilig und will frühzeitig nach Hause kommen. Normalerweise ist eher ruhig und überlegt, doch als sich die Lage zuspitzt scheint er immer mehr die Nerven zu verlieren.
Cary Loftin spielt den unbekannten Truck Fahrer.
Dialogszenen gibt es von ihm keine und sein Gesicht bekommt man auch nie zu sehen.
Seine Aufgabe besteht darin mit dem riesigen Sattelschlepper Angst und Schrecken zu verbreiten, was ihm auch gelingt.
Inszenierung:
Während die Story sehr simpel gehalten ist, sorgt sie trotz Einfachheit dennoch für die richtige Stimmung im Film. Weil der Film von Spielberg mit reichlich Spannung und Thrillermomenten stark eingefangen wird.
Die verlassenen, trockenen und staubigen Straßen sorgen für viel Atmosphäre.
Die Angst sitzt einem dabei immer im Nacken.
Das ganze fängt auch sehr gemächlich an und steigert sich von Minute zu Minute immer mehr und die Dramatik nimmt dabei immer größere Formen an.
Vor allem fiebert man mit David Mann zu jeder Zeit mit, auch wenn man in manchen Situationen anders entschieden hätte, sind zum größten Teil seine Entscheidungen nachvollziehbar.
Denn ganz auf sich alleine gestellt nimmt er den Kampf gegen den unheimlichen Truck Fahrer auf.
Der lauert ihm zu jeder Zeit überall auf, und treibt seine Spielchen mit ihm. Mal lässt er David überholen, nur um ihn in dem Glauben zu lassen er könne beruhigt weiterfahren. Doch dann ist er wieder hinter ihm um ihm mit Absicht und Vollgas auf die hintere Stoßstange drauf zu fahren. Der Brummifahrer will David von der Straße drängen und rammt ihn deshalb regelmäßig, so das David immer mehr aufs Gaspedal drücken muss.
Doch leider schafft es der PKW nicht den Truck abzuhängen.
Denn auch wenn David Höchsttempo fährt, so kann der Sattelschlepper locker mithalten.
David versucht auch sich öfters zu verstecken, doch der Trucker ist clever genug um diese Listen vorauszuahnen und wartet nur darauf ihm wieder hinterher zu jagen.
Was unverständlich ist, wieso der Unbekannte Todesfahrer einem Schulbus hilft, damit dieser wieder auf die Strasse kommt. Was ist sein Motiv?
Ist er doch nicht so grausam, wie man es als Zuschauer in dem Moment denkt?
Doch dann geht die Hetzjagd wieder von vorne los und steigert sich immer mehr bis sie gegen Ende schließlich außer Kontrolle gerät.
Und egal an welcher Raststätte David pausiert, der Sattelschlepper hält auch immer ebenfalls dort.
Was sehr gut ist, wenn David in Gedanken alle Varianten durchgeht und nicht weiß für welche er sich entscheiden soll.
Denn nicht nur vor der Angst die auf der Straße herrscht fürchtet er sich, auch so ist er psychisch ständig unter Druck und angespannt.
Er versucht auch Hilfe zu holen, nur will ihm keiner helfen, denn jeder hält ihn für verrückt.
Er beschuldigt auch den falschen, was ihm erhebliche Schwierigkeiten bereitet.
Die Kameraführung ist toll und liefert 1 A Bilder. Einmal von der Seite, dann von David´s Motorhaube, von seiner vorderen Stoßstange etc.
Die Musik im Film untermalt spannende Momente und liefert einige Schockszenen, die dann auch hervorragend funktionieren.
Die Identität und die Absicht des Truckers bleiben unbeantwortet, was den Film bis zum Ende hin düster und pessimistisch wirken lässt.
Fazit:
"Duell" ist ein unglaublich beklemmender Psychothriller, der mit simplen Mitteln inszeniert wurde.
Kaum zu glauben das Spielberg früher wirklich gute Filme gedreht hat und sich nicht wie heute nur auf sinnlose Popcornfilme spezialisiert.
Von der Kameraführung bis hin zur Musikuntermalung und Tempo stimmt hier alles.
Nur, ein wenig mehr Einzelheiten über den Charakter David Mann hätte man in den Film einbringen können. Man lernt einfach zu wenig über ihn kennen.
Dadurch hätte man mit ihm noch um einiges mehr mitgefiebert und der Film hätte locker die Höchstwertung von mir bekommen.