Ein Wahnsinnsfilm, im wahrsten Sinne des Wortes! Nach seinem Berufsverbot im sozialistischen Polen dreht Andrzej Zulawski ("Die öffentlich Frau") eine so noch nie da gewesene Geschichte um Liebe und Verrat, Glaube, Verlust, Wahnsinn und eben Besessenheit. Isabell Adjani ("Die Bartholomäusnacht"), Sam Neil (später 2 x im "Jurassic Park") und der große Charakterdarsteller Heinz Bennent ("Deutschland im Herbst") spielen sich die Seele aus dem Leib. Es geht um Trennungen, persönliche und politische, schließlich spielt der ganz Film im Schatten der Berliner Mauer (inkl. observierender VoPos). Für mich persönlich ein Rückblick in eine längst vergangene Zeit in meiner Heimatstadt, gedreht in Kreuzberg, Tempelhof und dem Wedding. In Zukunft werde ich nicht mehr den langen Zugang zum U-Bahnhof Platz der Luftbrücke durchwandern ohne an Annas Fehlgeburt zu denken. Und das Grauen wohnt Sebastianstraße Ecke Luckauer Straße. Ein surrealistisches Meisterwerk, das viel Raum für Interpretationen offen lässt. (9/10)