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Kein sonderlich einfallsreicher Hitchcock-Abklatsch (vor allem fühlt man sich an "Vertigo" erinnert) von Gabriel Nieve, der sich hier hauptsächlich auf die Schönheit seiner Hauptstadt Madrid konzentriert hat und alles weitere dem Zufall überliess. Seine guten Darsteller entschädigen für die Langatmigkeit des Thrillers, der das Etikett Thriller eigentlich gar nicht verdient: Eine Frau mit zweifelhafter Vergangenheit sucht nach ihrem Geliebten und stellt fest, dass dieser mehrere Identitäten hat. Das KANN packend sein, ist es in diesem Falle aber nicht. Mässige Unterhaltung vor schöner Kulisse. Victoria Cardiél, die den Film über weite Strecken trägt, verdient allerdings eine gesonderte Erwähnung für ihr ergreifendes, facettenreiches Spiel, das den Zuschauer für einiges entschädigt.