Review
von DrBres
Irgendwo in Indiana: Roy Neary, Vater von drei Kindern, sichtet eines Nacht ein UFO. Ergriffen von diesem Erlebnis, gerät Neary’s Leben außer Kontrolle. Besessen von einer Vision eines Berges, beginnt er, sich immer seltsamer gegenüber seiner Familie zu verwalten, bis seine Frau samt den Kindern letztendlich aussieht. Als das Fernsehen von einer Giftkatastrophe in der Umgebung des Devil’s Tower berichtet, ist ihm klar, dass er dort die Antwort auf sein merkwürdiges Verhalten finden wird…
Der Film „Unheimliche Begegnung der Dritten Art“ ist eine der Ur-Mütter der UFO-Filme, in denen die Spezies Mensch mit außerirdischem Leben aus dem All Kontakt tritt. Das Neue in diesem Film ist nicht die Erkenntnis, dass wir nicht alleine im Universum sind, sondern dass wir einer Begegnung mit dem Außerirdischen nicht mit Angst entgegen treten sollten, da die Wesen vom anderen Stern nicht zwangsläufig feindlich gesinnt sein müssen, so wie es oft die UFO-Filme aus den fünfziger Jahren suggerierten.
Die „Unheimliche Begegnung der Dritten Art“ eroberte 1977 die Leinwände in aller Welt. Ein Grund für den Siegeszug des Films sind die für die damalige Zeit spektakulären Spezialeffekte. Riesige, farbenfrohe Untertassen, seltsame Wesen aus dem Weltraum und explodierende Küchen begeisterten und beängstigten die Kinogänger gleichermaßen, dass sie regelrecht am Kinositz geknebelt waren. Aber es muss deutlich betont werden, dass diese Reaktionen 1977 hervorgerufen wurden. Heute sind dank fortschrittlicher, computer-graphischer Techniken in jedem 08/15-Sci-Fi-Streifen qualitativ bessere Spezialeffekte enthalten, die längst niemanden mehr vom Kinohocker hauen. Meine Bewertung beruht auf der nachbearbeiteten Version von „Unheimliche Begegnung der Dritten Art“, bei der vor allem die Qualität der Lichteffekte aufgewertet wurden. Dennoch wirkt der Film unweigerlich veraltet.
Die veraltete Technik der Spezialeffekte wirkt sich erheblich auf den Unterhaltungswert des Films aus. Die Umsetzung der UFOs haut in einer Zeit, in der gesamte Filme per Computer kreiert werden, nämlich niemanden mehr aus den Latschen. Deshalb passiert aus Sicht heutiger Kinogänger „nicht viel“, Action sucht man in die „Unheimliche Begegnung der Dritten Art“ vergebens. Dafür überwiegt in diesem Film der Anspruch, der jedoch in Verbindung der altmodischen Technik zäh und ermüdend wirkt. Trotz stellenweise hoher Spannung überwiegen die langatmiger Passagen; vor allem das für die damalige Zeit höchstspektakuläre Ende zieht sich wie Kaugummi.
Wer sich für Filmgeschichte und/oder Klassiker interessiert und begeistert, der sollte diesen Film auf jemanden Fall gesehen haben. Schon allein um zu erfahren, welche Techniken und Methoden die Massen an die Kinosessel gefesselt haben, ist der Film sehenswert.
Für Leute jedoch, die auf unkomplizierte Handlungen und Action bis der Arzt kommt stehen, denen seien Filme wie „Independence Day“ ans Herz gelegt. 6/10