7
Spielberg zeigt hier entgegen dem damaligen Trend ein ganz und gar optimistisches Science-Fiction-Spektakel, das unterhält und staunen läßt. Truffaut schrieb mal, daß er sich in dem Sandsturm genauso schlecht gefühlt habe, wie er im Film aussah und spielt im Film wie schon in seinem "Wolfsjunge" einen Wissenschaftler.
4
Es ist eine hell gleißende und Ohren betäubende Begegnung der bombastischen, aber nur selten emotional mitreißenden Art. Spielberg und Douglas Trumbull mögen die tricktechnsischen Grenzen des damals Möglichen gesprengt und in den Kinosälen nicht bloß die paar kindlichen UFO-Gläubiger begeistert haben, aber der vermeintliche Klassiker ist letztlich nur eine hohle Zuschaustellung visueller Effekte, die in der Landung eines gigantischen Raumschiffs, das an einen mit Lichterketten behangenen Weihnachtsbaum erinnert, gipfelt. Die musikalische Kommunikation zwischen Mensch und Außerirdischen im Finale ist ausgesprochen kitschig. Richard Dreyfuss und alle anderen Darsteller verkümmern in ihren unterentwickelten Rollen, was durch ihr chaotisches Agieren und hektisches Durcheinandergebrabbel kaschiert werden soll. Im Grunde benehmen sich die Menschen hier verrückter als die Aliens, sie sind unausgewogen - wie der ganze Film.
4
Mr.Spielberg hat einfach (fast) immer Familienkino gemacht. Warum er das Ende des Films so ewig lang gezogen hat -eine gefühlte Stunde- wird wohl immer ein Rätsel bleiben. Pure nervtötende Langeweile. Das verdirbt mit seinen nervigen psychedelischen Licht und Tonspielereien den ganzen Film, der von der Idee her sicherlich nicht schlecht war. Das die Aliens dann noch aussehen wie kleine Kinder hat mir schließlich den Rest gegeben. Sehr süß Mr.Spielberg, sehr kinderkompatibel.
5
Für viele mag die "Unheimliche Begegnung der dritten Art" zu den Kultfilmen des SF-Genres gehörenm ich hingegen kann mit diesem typischerweise viel zu braven, viel zu langen Steven Spielberg-Märchen weitaus weniger anfangen. Ok, für seine Zeit sind die Effekte sicherlich beachtlich und auch die Inszenierung als Ganze wirkt professionell - über die gähnende Langeweile und das ekelhaft kitischige Happy-Ending, in dem alle und besonders Richard Dreyfuss nochmal so richtig lieb in die Kamera lächeln dürfen, können diese Aspekte jedoch nicht hinwegtäuschen. Anscheinend muss man mit Spielberg-Filmen generell etwas anfangen können, denn mich stellen blosse Effekte und Hollywood-Kitsch nicht zufrieden...
5
Unheimliche Begegnung der Dritten Art ist ein solide gemachter Außerirdischenfilm, der aber auch keine wirklichen Highlights hat, weswegen man diesen Film mehrmals schauen sollte. Man muss anerkennen, dass sich Spielberg zwar kitschig, aber nicht trashig mit dem Thema auseinandergesetzt hat, weswegen ich 5/10 gebe. Dreyfuss bleibt irgendwie blass, was Schade ist, denn er trägt den Film. Die Special Effects waren sehr gut für die damalige Zeit, wodurch ich verstehe, warum der Film damals so berühmt wurde.