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Nach endlos vielen Marvel Verfilmungen schafft es nun auch DC Comics seine Helden auf die Leinwand zu bringen. Zwar gab es schon in der Vergangenheit ein paar Batman Verfilmungen aber die hatten mit den Comics nicht wirklich viel gemein. Von den alten Filmen kann man wohl nur Tim Burtons eher opernhafte Verfilmung als gelungen bezeichnen. Was Joel Schuhmacher jedoch aus dem Batman machte will man lieber schnell vergessen. Seine Filme waren viel zu überdreht und poppig und gehören wohl zu dem schlechtesten was Hollywood produziert hat. Nun einige Jahre später möchte man es noch mal wissen und drehte einen völlig neuen Batman Streifen. Dieser neue Streifen sollte düsterer und näher an den Comics sein.

Der Film beginnt mit dem jungen Bruce Wayne der sich in einem Knast irgendwo in Asien befindet. Dort trifft er auf seinen Lehrer Duncan der Ihn für Ras Al`Guhl`s Armee der Schatten gewinnen möchte und Ihm zu einen Kämpfer ausbildet. Jedoch tritt Bruce dieser Armee nicht bei da er nicht bereit ist Verbrecher zu töten sondern immer noch an das Rechtssystem glaubt. Aus diesem Grund flieht Bruce Wayne aus Asien und kehrt nach Gotham zurück um dort als Batman aufzuräumen. Den Gotham City ist zu einem Sumpf des Verbrechens geworden. Und schon kurze zeit später wird die Stadt von Gangstern wie Scarecrow oder Ras Al`Ghul bedroht.

Als ich gelesen habe das Batman Begins 140 Minuten Laufzeit haben sollte habe ich mir Sorgen gemacht ob eine Comicverfilmung eine solche Laufzeit ohne Längen überstehen kann. Sie kann! Ähnlich wie bei Spiderman nimmt sich der Film gut eine Stunde Zeit uns Bruce Wayne vorzustellen. immer wieder gibt es Rückblenden in die Vergangenheit die uns die Zerrissenheit des jungen Bruce zeigt. Richtig Gas gibt der Film erst als Bruce Wayne das erste Mal das Kostüm anhat. Hier sieht man Batman wie er sein muss. Er spielt mit der Dunkelheit und der Angst der Gangster und schaltet einen nach dem anderen aus. Im Verlauf des Filmes lässt Batman es dann immer mehr Krachen. Ein absolutes Highlight ist wohl die Verfolgungsjagd mit dem Batmobil. Endlich ein Batmobil wie es sein muss. Brachial, schnell und voller Technik und kein umgebauter Formel 1 Wagen. Überhaupt sind die Effekte in diesem Film sind erstklassig. Zumal hier viel mit Modellen und schönen Sets als mit CGI-Effekten gearbeitet wurde. Der neue Look von Gotham City und Batman hat mir auch sehr gut gefallen. Alles wird hier in einem dreckigen und dunklen Stil gehalten. Batman kämpft hier durchaus brutal aber nie tödlich.

Die Darsteller bieten alle eine hervorragende Leistung. Was anderes habe ich von Michael Caine, Morgan Freeman, Rutger Hauer, Liam Neeson und Gary Oldman auch nicht erwartet. Besonders Michael Caine hat als Alfred immer eine schönen lockeren Spruch auf den Lippen. Ein wirklicher Lichblick ist auch Christian Bale als Bruce Wayne/Batman. Sollte es wirklich noch 2 weitere Filme mit Ihm in dieser Rolle geben dann könnte dies durchaus "die Rolle seines Lebens" werden. Der weibliche Part in diesem Film wird durch Katie Holmes abgedeckt. Auch sie spielt Ihre Rolle durchaus glaubhaft, auch wenn Sie meist nur gerettet wird.

Batman Begins ist eine echte Sommerperle. Ich hatte durchaus Hohe Erwartungen an den Film, doch das der Streifen so cool ist hätte ich nicht gedacht. Der Film bietet eine gute Story, nimmt sich Zeit für die Entwicklung seines Charakters ohne dabei langatmig zu werden und bietet erstklassige Actionszenen die über den ganzen Film verteilt sind. Dieser Film lässt einen die letzten schlechten Batman Werke vergessen und toppt sogar meine bisher liebsten Comic-Verfilmungen (Spider-Man und X-Men). Wenn man es jetzt richtig anpackt, dann könnte dies der Anfang einer hervorragenden Batman-Trilogie werden.
Absolute Spitzenklasse!

10 von 10 Punkten

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