Review

Christian Bale wird zu "Batman" und rettet Gotham City vor dem Untergang.

Story:
Bruce Wayne (Christian Bale) musste als Kind die Ermordung seiner Eltern mitansehen. Nach etlichen Jahren zieht es ihn hinaus in die Welt, wo er überall Verbrechen bekämpfen will. In China landet er schließlich in einem Gefängnis, wo er auf Henri Ducard (Liam Neeson) trifft. Der bietet ihm an, ihn auszubilden und seinem Geheimbund der "Schwarzen Hand" beizutreten. Nach absolvierter Ausbildung kehrt er schließlich nach Gotham zurück und muss feststellen, dass Korruption und Verbrechen vorherrschen. So eignet er sich diverse Ausrüstungsgegenstände von Lucius Fox (Morgan Freeman) an, um als "Batman" in Gotham aufzuräumen...

8 lange Jahre hat es gedauert, bis die Fledermaus mal wieder über die Leinwände der Welt fliegen durfte. Was Tim Burton 1989 als Vorreiter der Comicverfilmungen erschuf, entwickelte sich im Laufe der Zeit mehr und mehr zu einem peinlichen, quietschbunten und kindgerechten Mainstreamprodukt, dass kaum noch was mit der ursprünglichen Vorlage zu tun hatte ("Batman & Robin"). Nun sollte es also back-to-the-roots gehen. Mit neuem Darsteller, neuem (viel düstereren) Look und neuen Ideen wollte man die Anfänge des Fledermausmanns dem Publikum näherbringen. Ein nicht ganz leichtes Unterfangen, dass aber größtenteils geglückt ist.

Das Hauptproblem liegt in der enormen Lauflänge des Films. Etwas über 2 Stunden lässt sich Regisseur Christoper Nolan Zeit, um über den Ursprung von "Batman" zu berichten. Den Hauptteil nimmt dabei die Ausbildung von Bruce Wayne in Anspruch, die mit zahlreichen Flashbacks immer wieder mal seine Jugend zeigt. Erst so ganz allmählich legt er sich die nötige Ausrüstung zu, um dann nach einer geschlagenen Stunde sich endlich mal als "Batman" zu präsentieren. Und dabei macht Christian Bale eine wirklich gute Figur, viel besser als es George Clooney oder Val Kilmer vor ihm taten. Sehr ernsthaft, fast ohne jeglichen Humor (dafür aber mit "Zweitstimme" zumindest in der deutschen Synchro ausgestattet) will er dem kriminellen Treiben Einhalt gebieten.

Womit wir schon beim zweiten Knackpunkt wären. So richtig zur Sache gehen will es auch in der zweiten Hälfte nicht wirklich. Anstatt "Batman" nun endlich aufräumen zu lassen, wird immer wieder auf den Mensch Bruce Wayne eingegangen. Das ist zwar längst nicht so peinlich geraten wie beispielsweise bei "Spiderman", nervt aber mit zunehmender Dauer doch ungemein. Im Endeffekt kommen nur zwei etwas größere Actionszenen zum Einsatz, die dann auch noch mit reichlich CGI-Effekten aufgepeppt wurden. Störend wird sich bei den Kämpfen das obligatorische PG13-Rating aus, dass explizite Details verwischt und dank Schnittsstakkato das Geschehen sehr unübersichtlich macht. Warum hatte man nicht den Mut, einen R-rated Film zu drehen. Wenn schon düster, dann doch auch hart!

Wenigstens machen die Schauspieler ihre Sache ausnahmslos gut und liefern sehr packende Performances ab, allen voran sicherlich Christian Bale und Liam Neeson. Der Soundtrack ist unauffällig, aber relativ passend und unterstreicht das Treiben ordentlich.

Fazit: Aufgrund der ewig langen Einführung und dem mangel an Action hinterlässt der 5. Auftritt der Fledermaus einen etwas zwiespältigen Eindruck. Besser als die letzten beiden Lachnummern ist er aber allemal. Für eine mögliche Fortsetzung wurde ja schon mit der Visitenkarte des Jokers gesorgt, obwohl das natürlich etwas schwach wäre. Bleibt zu hoffen, dass "Batman" dann härter durchgreifen darf.

7 von 10 Punkten

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