Und noch einmal Afrika...
Nachdem Bud Spencer schon innerhalb der Plattfußserie zweimal auf dem schwarzen Kontinent Zwischenstopps eingelegt hatte, war „Das Krokodil und sein Nilpferd“ der erste Einsatz des Duos im Elefantenland.
Es war mal wieder eine Rückbesinnung auf alte Tugenden wie in „Zwei Missionare“ oder „Zwei Himmelhunde...“ und es ist ein wenig schade, daß die Abkehr von den „modernen“ Themen nicht ein wenig origineller ausgefallen ist.
Mal wieder als ungleiche Brüder versucht man sich hier als Touristenunternehmer der ehrlichen Art und macht bei der Gelegenheit wieder mal skrupellosen Tierhändlern das Geschäft und die Visage kaputt. Der Anführer wird mal wieder von Joe Bugner gegegben, einem Ex-Boxer, der hier schon zum dritten Mal mit Spencer spielte, wenn auch diesmal auf der bösen Seite.
„Das Krokodil...“ ist zwar letztendlich rundum ein vergnüglicher Film geworden, aber es fehlt der letzte Biß, die absolute Spitze im Vergleich zu älteren Werken. Die Sets wirken sparsam und manche Prügeleien kommen etwas forciert daher, wie üblich ist wenig Lernfähigkeit bei den Schurken zu bemerken.
Ungekrönter Höhepunkt ist natürlich das Bestechungsdinner, daß Bugner für die beiden gibt und die Situationskomik, die sich daraus ergibt. Natürlich ist auch das nicht neu, aber man muß schon mal gesehen haben, wie Hill einen ganzen Hummer verspeist („Klingt, als würdest du ein Stück Dachrinne fressen!“) oder sich einen widerlicher Kaviardrink pantscht („Wer sowas trinkt, der stürzt auch Präsidenten!“)
Die Schlußprügelei fällt dagegen ziemlich ab, auch wenn Bud hier endlich mal einen passenden Gegner findet, der ihm einiges abverlangt.
Ansonsten Standards: eine Spielerszene ohne Fortune, eine Gesangseinlage von Spencer, gegenseitiges Austricksen, die Synchrospur aus dem Hause Rainer Brandt bietet auch mal wieder einen Stottermaxe für besonders erheiternde Momente, ein kleiner Giftzwerg mischt auch mit. Am Ende sind wie immer die Tiere frei, die Bösen im Wasser und man hatte seinen Spaß, aber zur absoluten Spitzengruppe kann man den Film nicht zählen. Reicht aber trotzdem. (7/10)