Seit Bruce Lee ist es keinem chinesischen Martial Arts Künstler gelungen, Hollywood zu erobern. Aus ärmlichen Verhältnissen kommend ist Jackie Chan ein internationaler Super-Star geworden. Im Schatten des legendären Bruce Lee war es schwer für den vollkommen unbekannten Jackie seinen akrobatischen Stil und dessen brillante Komik erfolgreich zu entwickeln. Der Film zeigt den wahren Chan, von den Anfängen als kleiner Nebendarsteller bis hin zum heutigen Hollywood-Star. Interviews mit Chris Tucker, Co-Star der sehr populären Rush Hour Filme, sowie mit der erfolgreichen Michelle Yeoh, Star von Supercop und dem großartigen Jackie Chan, geben uns Einblick in die sensationelle Karriere von Jackie Chan. Außerdem zeigen wir Co-Star Roselyn Sanchez und Zhang Ziyi bei der Premiere des Superhits Rush Hour II um weltberühmten Chinese Theater in Hollywood, sowie Clips aus Jackie Chans filmischer Karriere.
Biographien unseres allseits beliebten Kung Fu Komikers gibts es ja mittlerweile einige. In etwas über 50 Minuten bietet fast, funny and furious eine Vielzahl an Informationen an, hat aber leider auch einige starke Mängel. Von Jackie selbst erfahren wir einige private Details, die gehen von der ärmlichen Geburt los, wo er beinahe im Waisenhaus landete, über die harten Jahre der Ausbildund mit Drill von fünf Uhr morgens bis um 11 in die Nacht. Wir erfahren das sein Künstlername Jackie von den Besuchen bei seinen Eltern in Australien herrührt. Die Australier konnten seinen Namen nicht aussprechen und so nannte er sich einfach Jack, aus dem im Laufe der Zeit dann Jackie wurde.
Als er seine Kumpels Sammo Hung und Yuen Biao kennenlernte, war die Filmkarriere quasi vorherbestimmt. Zunächst ging es allerdings als Prügelknabe und Stuntman in Kleinstrollen oft bei Bruce Lee, auf den auch noch eingegangen wird. Da er viele Einflüsse aus den USA von Buster Keaton, Charlie Chaplin und Harold Lloyd hatte und der große Wurf auf der anderen Seite des Pazifiks lag unternahm er mehrere Anläufe dort Fuß zu fassen, die zunächst aber scheiterten. Die Geschichten laufen bis kurz vor der Premiere von Rush Hour 2 (für den verdächtig viel geworben wird).
Gezeigt werden meist Schnipsel aus Chans wirklich alten Filmen so aus der Ära Meals on Wheels und Winners an Sinners, neuere Werke gibt es nicht im Bild. Der Omnipotente Erzähler spult dabei sein Leben runter, Ausschnitte aus Interviews sind eher selten und es ist wirklich schade, das nur so wenige seiner Weggefährten zu Wort kommen, Chris Tucker darf zwei Sätze sagen (wie gesagt, Werbung für Rush Hour 2), Steven Seagal zwei Worte und Michelle Yeoh darf ihm in den Auschnitt gucken. Leute wie Jet Li, Andy Lau oder Sammo Hung sind zwar mal im Bild, aber nur aus Footage einer Veranstaltung in Frankreich.
Für eine umfassende Bio reicht f,f u f sicher nicht aus, aber Chan Fans werden sicher das eine oder andere Neue entdecken und für den lumpigen Euro mit dem man sich die Doku in den gängigen Internetauktionen an Land ziehen kann, macht man nichts verkehrt.
6/10