Review


Inhalt:

China, zur Zeit der Ming-Dynastie (1368-1644, christlicher Zeitrechnung).
Xiao Tianzun (Huang Chung-Hsin) ist ein überaus grausamer Mörder und Vergewaltiger. Als Xiao bei einem weiteren Versuch, eine junge Frau zu vergewaltigen, vom Schwertmeister Liu Peng (Lee Sao-Kei) besiegt und ihm dabei von diesem ein "X" auf die Brust geritzt wird, schwört er Liu Peng Rache.
Drei Jahre später begegnen sich die beiden Männer wieder, und Liu Peng und dessen eine Tochter, müssen gefesselt mit ansehen, wie Xiao die andere Tochter brutal vergewaltigt.

Danach werden sowohl Liu Peng als auch die zweite Tochter, wie auch alle Schüler des Schwertmeisters von Xiao Tianzun getötet. Xiao Tianzun machen seine Schwertkünste wie auch sein "Evil Poisonous"-Schwert nahezu unbesiegbar.
Nur einer der Schüler Liu Pengs ist noch am Leben..., Luo Han (Ling Yun). Luo Han dient der gerechten Sache, und rettet einen Gold-Transport vor Banditen, besiegt diese, und befreit dabei auch die äußerst attraktiven Kang-Schwestern (Yau Ching, Yue Wai), deren Bruder ein Senior-Guard des Kaisers ist.
Und Luo Han will den Tod seines Meisters rächen, und Xiao Tianzun endlich im Kampfe stellend seiner gerechten Strafe zuführen...!

Doch um gegen das "Evil Poisonous"-Schwert von Xiao Tianzun eine Chance zu haben, muss Luo Han selbst ein geradezu magisches Schwert führen..., das "Hulong Knife"-Schwert.
Und dieses sucht nunmehr Luo Han, und er freundet sich dabei mit der hübschen Peony (Fong Ying) und "Uncle" Chen (Ku Wen-Chung) an. Chen weiß um das "Hulong Knife", das ihm vom "Senior Guard" Kang einst ausgehändigt wurde. Denn Chen ist in Wahrheit der "Imperial Guard" Wang Qi...!
Da Luo Han ein eher grob-ungehobelter Mann ist, legt er sich mit etlichen Kämpfern an..., darunter auch Master Geng Xian (Chen Hung-Lieh).
Doch dieser steckt mit Xiao Tianzun unter einer Decke, und die beiden locken Luo Han in eine raffinierte Falle.

Es kommt zum Kampf, Luo´s Feinde stellen ihn. Doch wirft ihm "Uncle" Chen das "Hulong Knife" zu...,  mit dem Luo nunmehr seinen Feinden die Stirn bieten kann.
Um Luo in die Hand zu bekommen, wird jedoch Peony entführt, in einem Pavillon wird die junge Dame, der die Augen verbunden wurden, an eine Säule gefesselt. Geng´s Schergen erwarten Luo..., doch werden diese von Xiao Tianzun getötet..., Xiao will ganz alleine mit Luo abrechnen.

Luo erreicht den Pavillon..., es kommt zum Show-Down, zum gnadenlosen und blutigen Duell auf Leben oder Tod...!


Fazit:

Ein weiterer, spannender und diesmal überaus blutiger WuXia-Eastern der Shaw Brothers.
Wieder in satter Farbgebung, in sehr gut ausgewählten Outdoor-Locations mit sattgrünen Hügeln unter strahlend blauem Himmel und südchinesischer Sonne, oder den gepflegten und visuell wieder sehr ansprechenden Studio-Sets der Shaw Brothers, drehte Regisseur Yen Chun diesen routinierten, dicht und weitestgehend spannend, wenngleich auch etwas konstruiert zur Mitte der Handlung hin, inszenierten WuXia-Swordplay-Eastern, mit hohem Bodycount und blutiger Fight-Action.

Die Atmosphäre ist also mal wieder typisch für einen Swordplay- und WuXia-Eastern der Shaw Brothers..., die eingangs der 1970er Jahre einen WuXia-Eastern nach dem anderen drehten, und ein ungeheures Produktionsvolumen in jenen Jahren an den Tag legten.
So ist denn "The Iron Buddha" ein sehr routinierter Beitrag hinsichlich dieses Genres..., und der eingefleischte Eastern-Fan wird einmal mehr solide, und sehr "blutig", unterhalten.
Ein bisschen Italowestern-Feeling kommt denn auch noch auf..., denn der Held ist eher ein Anti-Held, der hier eher als grob und ungehobelt gezeichnet ist, und keiner Auseinandersetzung aus dem Wege geht.

Ling Yun geht denn straight seinen Weg..., ist hier der Anti-Held, der letztlich einsame, harte Kämpfer um Gerechtigkeit, auch wenn seine Figur grob-kantig, unrasiert und ungehobelt daher kommt. Ling Yun spielt das solide und überzeugend.
Sein Kontrahent, dargestellt von Huang Chung-Hsin, ist ein überaus brutaler, skrupellos-grausamer und sadistischer Villain, der fast wahllos mordet und jede Frau die ihm gefällt, missbraucht.
Auch das spielt Huang Chung-Hsin mit entsprechender Mimik, die äußerst unsympathisch und brutal wirkt, überzeugend, vor allem in den ersten Sequenzen dieses Streifens, die den grausam-sadistischen Villain quasi dem Zuschauer "vorstellen", hier ist der Bodycount in den ersten Minuten dieses Films denn geradezu "viehisch" hoch!

Ku Wen-Chung, als fast weißhaariger "Uncle Chen", spielt die Schlüssel-Rolle, ist derjenige, der dem Anti-Helden fast heimlich beisteht und mit DER Waffe ausstattet, die ihn erst befähigt, seine Feinde bezwingen zu können.
Das ist zur Mitte hin denn etwas konstruiert in Szene gesetzt, die einfache Geschichte in der es ja ausschließlich um Rache und das unvermeidliche Duell Ling Yun vs. Huang Chung-Hsin geht, wird hier fast künstlich gedehnt, doch ist dies denn natürlich auch der Kniff hier in der Geschichte: Dieses "Hulong Knife", DAS Schwert, dass Ling Yun vom Anti-Helden zum Helden werden lässt.

Chen Hung-Lieh ist denn einer dieser Opponenten, mit denen sich der Anti-Held im Mittelteil des Streifens anlegt, zusammen mit Fan Mei-Sheng und Shum Lo, die kleine Neben-Rollen haben, ist denn Chen Hung-Lieh ein Gast-Star dieser Produktion.

Bildschöne chinesische Darstellerinnen umsäumen das Geschehen, wie Yue Wei und Yau Ching als die beiden äußerst attraktiven "Kang-Schwestern", und natürlich die hübsche Fong Ying, zum Ende hin diejenige, die Ling Yun beschützen und schließlich retten will.
Fong Ying agiert tapfer..., und ich würde diese sehr attraktive Actrice nur dann von der Bettkante schubsen, würde ich eine Doppel-Ehe mit Amber Rose und Blake Lively führen (dürfen).

Das Hauptaugenmerk liegt hier in diesem Swordplay-WuXia-Eastern auf den zahllosen Schwertkämpfen, der Swordplay-Fightaction.
Rasante, dynamische Fights..., sehr blutig, mit Drive und hohem Bodycount..., sowie ansprechende Choreographien, routiniert-blutige Action ala Shaw Brothers. Mitunter ist einige wenige Male der Geschwindigkeitsregler zu hoch, okay, vermeidbar, denn in "Echtzeit" ist das doch rasant-intensiv genug, hm.
Das Finale und das abschließende Duell sind natürlich die Highlights, und runden diesen routinierten Eastern noch gelungen ab.

"The Iron Bodyguard" ist natürlich ein Standard-Eastern jener hochproduktiven Jahre der Shaw Brothers..., und unterhält den Fan des Genres und des Studios auf gängig-routinierte Weise.
Nicht mehr, nicht weniger...!

6/10.

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