Review

Kompetenter kommen Hammer-Kopien kaum…

Im Transylvanien des 19. Jahrhunderts wird ein alter Vampir gepfählt und das Dorf feiert - doch ein Wissenschaftler reanimiert ihn via Bluttransfusion bzw. einem pochenden Herzen… Jahre später geht’s ab in ein moderndes Gefängnis, wo dieser gebildete „Beinahe-Bela“ seine üblen Machenschaften fortführt… 

Re-Vampirnator

Toller Titel (im Deutschen wie Original), kräftige Farben, rotestes Blut, top Matte Paintings, prachtvolle Bauten und Kerker, detaillierte Kostüme, creepy Masken, zeigefreudig was Gore und Nacktheit betrifft, dichte Atmosphäre - dieser „Hammer-Abklatsch“ ist weit mehr als nur das! Ein hochwertiger Vampirfilm mit besonderem Dreh aus den späten 50ern, der seiner Zeit voraus war, der immer noch frisch genug wirkt und der jedem Feinschmecker dieser Gruselepoche exzellent munden sollte. Edel, theatralisch, hübsch. Spinnweben, Narben, hängende Augen, Mad Scientists, barbarische Aufseher und gebildete Blutsauger. Da kann und will man nicht meckern. Porentief gut ausgestattet. Sehr gut zum Auge. Und das von keiner der großen britischen Produktionsstudios - überaus respektabel! Ein Gothic-Grusel-Geheimtipp. Kann sogar (mehr als nur) Spuren des Gefängnisfilms (!) enthalten. Wunderbar, dieser Genremix! Unterläuft geschickt und stilvoll viele Klischees. Aus heutiger Sicht sicher nicht komplett ohne Längen und auf klassische Vampirästhetik muss man weitestgehend verzichten - aber gerade das ist spannend!

Fazit: blutig, kalt, stilvoll, kräftig - „Blood of the Vampire“ ist ein fabelhaft-strahlender „alter Vampirschinken“!

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