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Wieder so eine perfekt auf Wirkung konstruierte Rom-Com, der die Herzen jüngerer Kinozuschauer in Reihe brechen sollte. Das funktionierte aber nicht wie erwartet und da nützte es auch nichts, dass es sich um das Remake eines Buster-Keaton-Klassikers handeln sollte, mit dem der Film dann auch nur das plakative Motiv des von 1000 Bräuten verfolgten Bräutigams zu tun hat, welches aber auch nur den Showdown abrundet.

Wesentlicher Grund für das Scheitern ist die Hauptfigur. Chris O’Donnell hat einfach nicht das Format, den heiratsunwilligen Jungmann einigermaßen sympathisch rüberzubringen. Stattdessen lässt das Drehbuch ihn als ungeschickten Trottel agieren, der sich ständig zu Taktlosigkeiten gröberer Natur hinreißen lässt, so dass man sich fragt, was Renee Zellweger eigentlich an ihm findet.

Das Gefühl, konstruierte Konflikte präsentiert zu bekommen, wird dann auch mit jeder Filmminute schlimmer, denn auf eine einfach Idee wie eine normale Aussprache scheint hier niemand zu kommen. Stattdessen wird natürlich Konfliktpotential in Form der an eine Hochzeit gebundenen Erbschaft drangehängt, die sich mit dem Problem des eigentlichen Pärchens aber nicht verbinden will und stattdessen nur auffüllende Lacher bringt.

Tatsächlich bietet „The Bachelor“ mildes Entertainment, aber letztlich lacht man eher hämisch über den Trottel, der sich hier ständig in die Nesseln setzt. Dass sich Peter Ustinov für die Rolle des bösartigen Erbonkels hergegeben hat, ist fast schade, denn er hatte ebenfalls schon besseres Material. Alles in allem ein Film, den man sich bei einem Frühstück mal auf die Schnelle reinziehen will, doch begehrenswert ist hier einfach zu wenig. (5/10)

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