„Da Vinci’s War – In den Fängen der CIA“ bildet den unbekannteren Vorläufer zu „To the Limit“, ist aber ähnlich schwach.
Frank Da Vinci (Joey Travolta) ist Vietnamveteran, der für jede Menge ehemalige Kameraden ein Veteranenheim eröffnet hat. Eines Tages wundert er sich, warum seine Schwester Angie (Dallas Cole) nicht zu ihrer Arbeit als Köchin erscheint und sucht sie auf. Dort kann er zwei Attentäter stellen und erledigen, jedoch nicht verhindern, dass ein Killer Angie und deren Ehemann Robert (Joe Palese) ermordet. Damit gibt den Film einen netten, aber kurzen Actionappetizer – von selbiger gibt es leider nicht viel in dem Film.
Frank ist am Boden zerstört und will Gerechtigkeit. Seine ehemaligen Kameraden sprechen ihm Mut zu und sammeln Informationen. Hier merkt man schon, dass der Film die Veteranen, die teilweise verarmt sind, beweihräuchern will; zudem gibt es auch noch eine schriftliche Widmung für alle, die es bei dieser penetranten Werbung immer noch nicht kapiert haben.
Frank kurbelt auch Kontakte zur CIA an, aber ausgerechnet seine Veteranenkumpels stoßen bei ihren Recherchen auf einen Namen: China Smith (Michael Nouri), ein Auftragsmörder. Frank will herausfinden, wer dieser Mann ist, mit dem Mord an seiner Schwester in Verbindung steht…
Auch für B-Verhältnisse ist „Da Vinci’s War“ keine Großtat: Die Story dümpelt spannungsarm dahin und bietet nur wenige, sehr vorhersehbare Wendungen. Zudem fehlt den Ermittlungen eine klare Linie und fast schon episodenhaft wartet man darauf, dass die Bösen endlich die Fehler machen, die ihre Identität verraten. Das Tempo ist niedrig, aber dafür ist die Optik des Films besser als bei „To the Limit“. Nervig sind die dämlichen Bettszenen, die bei dem Nachfolger noch lächerlicher wurden. Zwischendurch muss sich Frank bei seinem Kameraden um das ein oder andere Vietnamtrauma kümmern - soll dramatisch sein, interessiert aber ehrlich gesagt keine Sau.
Die Action ist auch eher spärlich gesät und ist fast ausschließlich im letzten Drittel zu finden. Nach dem vergeblichen Rettungsversuch Franks zu Anfang konzentriert sich der Film sehr auf seine Pseudohandlung. Neben der Menge kann auch die Machart der Action nicht so sehr überzeugen: Nicht übermäßig spektakuläres Geballer sowie einige Kloppereien. Aber immerhin ist der Showdown relativ lang und bietet einige nette Momente, was den Film schon über den Bodensatz des Genres hebt.
Michael Nouri zeigt mehr Coolness als Joey Travolta – leider mit weniger Talent. Ständig der gleiche abgeklärte Gesichtsausdruck nervt schon etwas, während Travolta seine (für B-Verhältnisse) etwas dramatischere Rolle rüberbringt. Beide sind darstellerisch aber eher durchschnittlich, was man auch auf den kompletten Rest der Besetzung übertragen kann.
Schwache Story und nur wenig überzeugende Action – dank des ordentlichen Showdowns und der soliden Inszenierung nicht komplett misslungen, aber von gut entfernt.