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Hahaha, also bei „Freeway II“ musste ich doch schon sehr schmunzeln. Ich muss aber dazu sagen, dass ich den ersten Teil vom gleichen US-Regisseur (Matthew Bright) nicht kenne, bei dem es sich um einen um Ernsthaftigkeit bemühten Thriller gehandelt haben soll. Das ist vermutlich auch besser so, denn diese Fortsetzung aus dem Jahre 1999 begibt sich in freiwillige, vollkommen absurde Trash-Gefilde und wirkt dabei, als hätte man die seit längerer Zeit so angesagten Tarantino/Rodriguez-Filme, die sich mit ihren Mischungen aus abgezockten Sprüchen und menschenverachtender Gewalt als Ehrerbietung an längst vergangene Exploitation-Genre-Werke versuchen und mir allein schon aufgrund ihrer oftmals vorschnellen Verklärung zum „Kult“ nicht sonderlich zusagen, seinerseits exploitativ auszuschlachten versucht. Seltsamerweise erscheinen mir die bei so etwas herauskommenden, abseitigen Gehversuche dabei gerne mal charmanter und unterhaltsamer als die offensichtlichen Vorbilder, so auch in diesem Fall. Ernstzunehmen ist dabei schlichtweg nichts, wenn Natasha Lyonne und María Celedonio als Insassinnen einer Vollzugsanstalt für jugendliche Straftäterinnen in Road-Movie-Manier ausbrechen, sich nach Mexiko durchschlagen und eine blutige Spur hinterlassen, während die losen Mundwerke für allerlei vulgäre und schwachsinnige Dialoge sorgen. Seine billige Machart versucht der Film gar nicht erst zu verbergen und trotzdem gelingt es, zumindest passabel zu unterhalten und nicht zu langweilen, bis es im abgefahrenen Finale zu einer Reminiszenz an das Märchen von Hänsel & Gretel kommt und eine kannibalistische Sektenpriester-Transe im Ofen landet. Klarer Fall von „DVD rein – Hirn aus“-niveaulos-Entertainment mit Gewalt, (angedeutetem) Lesbensex und ganz viel Blödsinn in angenehmem Tempo, das man sich auf der verramschten DVD für ein, zwei Euro zwischendurch als „auch mal anspruchsloser“ Filmfreund gern einmal zu Gemüte führen kann, so man denn geschmacklich etwas fragwürdig veranlagt ist.

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