Review

Inhalt:

In der chinesischen Stadt WanChao, vor langer Zeit. Dort herrschen 3 Männer, die sich ihre Reviere in der Stadt aufgeteilt haben, und die sich untereinander "Brüder" nennen. Diese 3 Männer sind rücksichtslos, schrecken auch vor Gewalt nicht zurück.
Dies sind der Casino-Besitzer (Yukio Someno), der Besitzer (Wong Pau-Gei) der Opium-Höhle, sowie der Bordell-Besitzer (Lau Tai-Chuen).

Einer im Ort, Wong Kai Tai (James Nam), er ist den 3 Bossen bei ihren Geschäften im Weg. Wong will diesen Dreien das Handwerk legen, und er lebt entsprechend gefährlich. Schließlich wird Wong vom Casino-Besitzer und dessen Schergen brutal getötet!

Zuvor lernte Wong Kai Tai auf einer Reise in einem kleinen Dorf einen Mann kennen, mit dem er schließlich eine Blutsbrüderschaft einging:
Chao Chi Hsien (Larry Lee Gam-Kwan aka Li Chin-Kun) lebt mit seiner Mutter (Chen Yan-Yan) und seiner Freundin (Lam Ming) in dieser kleinen Örtlichkeit. Und Chi Hsien beherrscht ein herausragendes KungFu!
Beide Männer, Wong Kai Tai und Chi Hsien, standen sich im Ort in einem Kampf gegenseitig bei, als es gegen eine Gruppe Männer ging, deren Boss (Suen Lam) von den Bürgern eine unverschämte Steuer abpresste, nur damit diese eine Brücke überqueren konnten.
Auch wenn diese Männer einen brutalen Schläger (Bolo Yeung Sze) hinzuzogen..., sie hatten gegen Wong und Chi Hsien letztendlich keine Chance!

Nunmehr will Chi Hsien den Tod Wong´s in WanChao rächen..., und sucht erstmal Wong´s Bruder in der Stadt auf.
Chi Hsien sondiert erst einmal die Lage..., und beobachtet seine Gegner, die vor nichts zurückschrecken.
Nur wenn Chi Hsien einzeln gegen diese Männer vorgeht, hat er eine Chance gegen sie.
Hierzu entwickelt er mit dem Geschäftsmann Mr. Li (Chiang Nan) einen entsprechenden Plan. Man will die Schwäche dieser Männer ausnutzen...., die da lautet...:

Habgier!

Schließlich nimmt sich Chi Hsien seine Gegner vor..., einem nach dem anderen.
Nachdem er den Bordell-Besitzer und den Chef der Opium-Höhle ausgeschaltet hat..., kommt es mit dem Casino-Boss zum alles entscheidenden, mit brutalster Härte vollführten, mörderischen Show-Down um Leben oder Tod.......


Fazit:

Im Jahre 1974, im Jahre 1 nach Bruce Lee und auf dem absoluten Höhepunkt der KungFu-Welle..., drehte Regisseur "Teddy" Yip Wing-Cho diesen knackig-kernigen Eastern-Actioner..., eine kleine, rare Perle des Genres.
Mich erinnerte dieser Streifen ein kleines bisschen an den Eastern "Chinese kung fu" (siehe mein Review auf dieser website)..., denn genauso zunächst unauffällig, ruhig und bescheiden, kommt dieser Film daher....!
Um dann zu einem knallharten KungFu-Actioner mit langen, äußerst brutal vollführten Fights zu mutieren..., klasse!

Eine einfache Geschichte..., ein Mann rächt den Tod seines Blutsbruders, der von 3 skrupellosen Mafiosis umgebracht wurde, weil er deren Geschäften im Wege stand.
Dies wird sehr subtil, ruhig und fast bedächtig erzählt und storytechnisch aufgebaut.
Der Held ist ein einfacher Typ..., der gar nicht so richtig als Held rüberkommt. Hauptdarsteller Lee Gam-Kwan (aka Li Chin-Kun) wirkt gar nicht so..., eher unscheinbar, ja eher ein unattraktiver Held, wenn man gemein ist, würde man sagen... ein Wurst-Gesicht.
Doch er beherrscht ein super KungFu..., und so kann man auch auf die ja so oft obligatorischen Trainingssequenzen hier verzichten, die auch so viele Eastern in Schwung bringen.

Darauf verzichtet man..., und richtet den Focus hinsichtlich der Action in die KungFu-Fights selbst. "Teddy" Yip Wing-Cho versuchte mit feiner Klinge Regie zu führen, will sich auf seinen Helden und dessen Motivation konzentrieren.
Auch die Atmosphäre ist eher einfach, das produzierende Label "Far East Motion Picture Company" in Hongkong, ist denn nur ein kleines, mit bescheidenen Möglichkeiten.
Dafür holt die Regie denn alles raus, ja die einfache Atmosphäre passt sogar direkt zum subtilen Aufbau, dem zunächst ruhigen Daherkommen des Streifens..., und schließlich auch zur rauen Action.
Lee Gam-Kwan ist ein genauso ruhiger Typus, bescheiden zudem..., aber er lässt sich von Anfang an nichts gefallen. James Nam..., lernt ihn kennen und schätzen. Sie schließen Blutsbrüderschaft..., und das legt den Grundstein für die Rache-Story die daraufhin folgt. Lee Gam-Kwan, seine Figur stammt aus einfachsten Verhältnissen, damit wird sich zunächst befasst. Die Mutter steht dabei sogar eher im Focus als die Freundin des Helden wider Willen.

Dann betritt der Held die Stadt, in welcher er sich an den Mördern rächen will.
Auch hier herrscht zunächst Subtilität vor, denn Lee Gam-Kwan sondiert zunächst die Lage, beobachtet seine Gegner. Relativ schnell wird dafür die Strategie der Singularisierung der Gegner abgehandelt.
Dann mündet alles in die langgezogene, brutale KungFu-Action, dann wird es über 30 Minuten heftig..., und unser Held zeigt keine Gnade!

Lee Gam-Kwan spielt den Haupt-Charakter..., ruhig, nüchtern fast..., doch ist er der knallharte, kompromisslose einsame Kämpfer. Lee hat zudem einen echten Kampfsport-Hintergrund, das macht ihn und seine Fightskills zudem authentischer, seine Figur glaubwürdiger.
James Nam spielt dessen Blutsbruder..., auch eher sachlich, er bildet das Rache-Motiv für den Helden.

Die Villains sind ganz typisch und oberflächlich in ihrem Charakter skizziert. Allesamt brutal-böse, habgierig und eigennützig. Ein Menschenleben zählt nichts. Lau Tai-Chuen, Wong Pau-Gei und Yukio Someno agieren kaum einmal als infernalisches Trio..., sie agieren für sich, als Einzelne. Eine Steilvorlage für den Mann, der sie ausgeschaltet sehen will!

Gast-Stars des Films sind Bolo Yeung, der seinen massigen Oberkörper und seine grobschlächtige Brutalität zeigen darf, sowie Shaw Brothers-Haudegen Chiang Nan in einer sehr kleinen Rolle, Schläue und Rafinesse verkörpernd.
Die weiblichen Rollen sind höchstens sekundär, und werden von Chen Yan-Yan und Lam Ming ausgefüllt. Chen Yan-Yan spielt die besorgte, leicht weinerliche Mutter der Hauptfigur, die niedliche Lam Ming dessen Freundin. Eine attraktive Darstellerin...., die würde ich nur dann von der Bettkante schubsen, wenn ich mit Dreisprung-Sexbombe Yargelis Savigne liiert wäre...!

Da kommt dieser Eastern so ruhig und bescheiden daher...., und bietet dann superknallharte, brutale KungFu-Action. Den beiden Kampf-Choreographen Lau Kar Wing und Chan Chuen gelang es hier, reelle Aktionen und technisch dargebotenes KungFu miteinander zu vereinen, und somit so harte wie optisch ansprechende Fights abzuliefern, inklusive rau-derbem Dubbing (Geräuschkulisse)!
Das Finale, dauert denn auch ca. eine halbe Stunde..., der Hass der Protagonisten spiegelt sich in den Aktionen wieder, und lässt diese Fights ungemein brutal wirken. Lee Gam-Kwan nimmt sich seine Feinde einem nach dem anderen vor, ein Todesballet in 3 Akten.

Der endgültige Show-Down gegen Yukio Someno ist noch einmal zweigeteilt, an 2 verschiedenen Örtlichkeiten..., und auch dieses Duell ist hasserfüllt..., es geht definitiv um Leben oder Tod.
Es geht um reines, reelles, hartes KungFu...., doch als Yukio Someno zum Bo, dem chinesischen Kampf-Stock greift, greift auch Lee Gam-Kwan zur Waffe..., der Tonfa!
Und diese Waffe ist nicht nur schwierig..., sie unterstützt gleichwohl die brutale Härte dieses gnadenlosen Duells! Es krachen die Schläge..., es brechen die Knochen!

"The thunder kick" ("Der gelbe Teufel mit dem Superschlag")..., ein knallharter KungFu-Actioner, der zunächst ruhig und bescheiden in einfacher Atmosphäre daherkommt. Ich schätze solche Eastern immer mehr. Lohnt einen Blick...!
Knappe 8/10 stehen zu buche.

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