Also, ich habe ja schon viele strange Filme gesehen - aber dieser schlägt dem Fass den Boden aus. 90 Minuten lang rennt ein völlig zugedröhnter Typ namens Blake, aus rechtlichen Gründen durfte er wohl nicht Kurt Cobain genannt werden, durch Wald und Flur und murmelt triviale Weisheiten vor sich hin. Er wohnt in irgendeinem Haus mit ein paar anderen verrückten Gestalten - und am Ende nimmt er sich das Leben. Soweit die Kurzform.
NICHTS erfahren wir über das Leben von Blake, denn wenn er wirklich Kurt Cobain sein soll, dann bedeutet das, dass er zu diesem Zeitpunkt ein Weltstar war. Blake aber wirkt wie ein verlorener Junkie, dem nicht einmal die nächste Dorfdisco Einlass gewähren würde. Und wir sehen nicht einmal, dass Blake Drogen nimmt - wovon er also zu zugedröhnt ist, darüber kann nur spekuliert werden. Blake spielt ein paar Mal sehr bescheiden auf der Gitarre - auch das hätte ein Kurt Cobain locker besser gemacht!
Aber nichts ist ja so schlecht, dass es nicht auch für irgendwas gut ist. Und so gebe ich dem Film deshalb 3 Punkte, weil Michael Pitt zum einen den Junkie sehr überzeugend darstellt und zum anderen der Film dadurch, dass er so sinnlos ist, zu einer gewissen unfreiwilligen Komik neigt. Highlight des Filmes: Blake liegt zugedröhnt in einem Zimmer, während der Fernseher läuft und auf einem Musikkanal gerade ein Videoclip mit einem unterirdisch schlechten Schmalz-Hiphop-Song gezeigt wird - da musste ich laut loslachen!