Review

Blue Velvet ist einer meiner, wenn nicht der Lieblingsfilm David Lynchs (wobei ich gestehen muss, dass ich Wild at heart und Eraserhead noch nicht kenne).

Der Film beginnt mit traum- und märchenhaften Bildern. Man sieht einen Mann einen Schlaganfall haben, während er den Rasen bewässert.
In Blue Velvet hat alles seine Bedeutung. Und diese Szene, bzw. dieser Mann soll den Anfang bilden dieser Odyssee.
Im Gegensatz zu seiner späteren Machwerken ist dieser Film in sich schlüssig und sehr geradlinig. Man begleitet den Hauptdarsteller die ganze Zeit über auf seiner erschreckenden Investigation.

Blue Velvet ist einfach genial. Es ist einer der Filme, bei denen man sich nicht traut vom Bildschirm weg zu gucken, in der Gefahr man könnte was verpassen. Selbst als ich meine Sitzposition gewechselt hatte, ließ ich es mir nicht nehmen, jedes kleinste Detail der Szene zu beobachten (lief im TV, konnte keine Pause drücken;)

Der Film ist in seiner ganzen Inszinierung recht abstrus und grotesk. Einzig unser Protagonist wirkt realistisch in dieser Farce. Die Schreckenswelt, die er betritt erscheint albtraumhaft und somit weitab unseres Verständnisses. Manche Szenen sind in ihrer Grausamkeit schwer zu ertragen und man fühlt den Schmerz der gequälten Frau.

Der Film vermittelt die unterschwellige Gefahr und Perversion mitten unter unserer sozialisierten Gesellschafft. Es gewährt uns einen Einblick in eine Welt fernab unseres Vorstellungsvermögens. Man könnte den Film einen gelebten Albtraum nennen.

Jede Szene des Films ist relevant und jede Minute von Bedeutung. Teilweise ist die Spannung schier so intensiv, dass man Angst bekommt vor dem, was gleich passieren könnte.

Das Ende ist nur konsequent und folgt dem Rythmus, den der Film auch eingeleitet hat. Wie das Erwachen aus einem schlimme Traum.

Details
Ähnliche Filme