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Da "Game of Death" ein internationaler Kinoerfolg war, so war er in Japan sogar erfolgreicher als "Enter the dragon", wurden Golden Harvest hauptsächlich von japanischen Investoren dazu gedrängt eine Fortsetzung zu produzieren.
 Der Film "Tower of Death" bzw. "Game of Death 2" sollte laut dem Produzenten Raymond Chow ursprünglich Material enthalten, die den "echten" Bruce Lee in Szenen zeigen, die beim Vorgänger "Game of Death" noch fehlten.

Dies war jedoch nicht der Fall, und so wurde die erste halbe Stunde des Films mit Outtakes von "Enter the dragon" gefüllt.

Bis zum Jahre 1998, als eine DVD-Special Edition von "Enter the dragon" in den USA erschien, war die berühmte Dialogszene von Bruce Lee und den Abt Roy Chiao nur in "Tower of Death" zu sehen. Allerdings mit völlig anderen Dialog. Leider ist in dieser Szene auch grober Dilletantismus zu sehen, so wurde die Szene noch erweitert und plötzlich hat Roy Chiao eine andersfarbige Robe an.
Wie in "Game of Death" wird "Bruce Lee" von dem Koreaner Kim Tai Chung gedoubelt. In den Credits wird er als Tong Lung geführt.
Als der Billy Lo/Bruce Lee Charakter nach einer halben Stunde aus der Handlung verschwindet, ermittelt sein Bruder Bobby Lo, wieder von Kim Tai Chung verkörpert, weiter.

Was den Film trotz all seiner Fehler, so ist Mitten im Film ein absolut lächerlicher Löwenkampf zu sehen, sehenswert macht sind die Locations und natürlich die Fightsequenzen.
Der Film wurde in Japan, Korea und in den Golden Harvest-Studios in Hongkong gedreht.
Hauptattraktionspunkt sind natürlich die von den berühmten Yuen Woo Ping choreografierten Kampfszenen. Dafür stehen ihm neben Kim Tai Chung und sein Akrobatikdouble Yuen Biao noch solche Hochkaräter wie den koreanischen Super-Kickern Hwang Jang Lee und Casanova Wong zur Verfügung.
Letzterer ist in dem berühmten Gewächshaus-Fight zu sehen, der ihn im Kampf gegen Kim zeigt. Der Fight wurde von Samo Hung schon für den ersten "Game of Death" Film choreografiert, ist aber nur in der Hongkong-Kinofassung zu sehen.
In der internationalen Kinofassung von "Tower of Death" ist er zu finden, genauso in der deutschen Fassung, die übrigens wieder einmal mit einer exquisiten Synchro glänzen kann, so geben sich dort Sprecher wie Norbert "Magnum" Langer, Wolfgang "J.R."Pampel oder auch Manfred Lehmann die Ehre. 
Die internationale Fassung ist einige Minuten länger, so sieht man dort einige Szenen aus Bruce Lees Kinder-und Jugendfilmen und wieder wie in "Game of Death",Bilder von der echten Beerdigung des Meisters.
Die letzten 20 Minuten des Films, die in dem besagten "Turm des Todes" spielen, erinnern in ihren Sets an James Bond Szenerien und auch "Enter the dragon" wird hier kopiert.
Nichtsdestotrotz sind hier Fights zu bestaunen, die in ihrer Dynamik und Choreografie absolute Weltklasse darstellen.
Besonders hervorzuheben ist da der Endfight Kim Tai Chung / Yuen Biao gegen Hwang Jang Lee.

Fazit: Wie "Game of Death" auch ein zwiespältiges Vergnügen.
Auf der einen Seite der krampfhafte Versuch Bruce Lee in den Film zu integrieren, horrible Anschlussfehler und trashige Szenen, auf der anderen Seite Weltklasse Fights, die von Koryphäen wie Yuen Woo Ping, Samo Hung und Corey Yuen in Szene gesetzt wurden.

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