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„Wenn es hier in England irgendein Monster gäbe würden wir es kennen…aus dem Fernsehen“(Zitat Dr.Hirsch)
John Landis Horrorkomödie ist auch heute noch eine hohe Meßlatte für Werwolffilme.

David und Jack latschen durch die schottischen Highlands,in einer Kneipe werden sie vor dem Mond gewarnt,doch zu spät:Sie werden von einem Werwolf angefallen.Jack stirbt,David kommt in ein Krankenhaus in London.Jacks Geist erscheint und warnt David,er werde sich in einen Werwolf verwandeln und die nächste Vollmondnacht naht.

Allein die erste Viertelstunde schrieb sicher Filmgeschichte,eine unglaublich dichte Atmosphäre und die witzigen Kneipengäste mit einem typischen“Gehen sie bevor es zu spät ist“sind der Hammer.
Aber auch nachfolgend sind die Schauplätze gut gewählt,wie der verlassene U-Bahn Tunnel oder das usselige Pornokino,bishin zum turbulenten Finale am Piccadilly Circus.
Der Humor kommt nicht zu kurz und sorgt auch bei kleineren Szenen für kräftiges Schmunzeln(z.B.als David in einer vollbesetzten U-Bahn zwischen Punks steht und Grimassen zieht oder sich den roten Mantel schnappt,nachdem er nackt im Zoo aufwachte)
Die Specialeffects von Rick Baker wurden verdienterweise mit einem Oscar belohnt und sind auch heute noch ein Meilenstein der Werwolfmaskerade.
David Naughton als David Kessler macht seine Sache richtig gut und weiß mit variationsreicher Mimik zu überzeugen.Jenny Agutter hat bisweilen einen erotischen Blick drauf und am Ende kommen einem Assoziationen zu „die Schöne und das Biest“.
Einziger Kritikpunkt ist das etwas kurze und enttäuschende Finale,was aber durch das flotte „Blue Moon“ein wenig aufgefangen wird.

Ein Werwolfklassiker der auch nach vielen Jahren und mehrmaligen Sehen für gute Unterhaltung sorgt.
9 von 10 Punkten

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