Autsch. Hier haben wir ein übles Stück Zelluloid. "Mondo Cane III" entstand etwa zwei Jahrzehnte nach Jacopettis Original und ist so ziemlich alles, was man dem Mondo-Genre immer vorwirft: Rassistisch, voyeuristisch, sexistisch und dumm. Man kann nun schwer entrüstet sein, die Macher des Streifens und den Rest der grausamen Spezies "Mensch" verdammen und sich einmal kräftig schütteln und irgendwo hätte man mit allem sogar vollkommen recht. Ich neige bei solchen Machwerken allerdings eher dazu, mich augenzwinkernd über ihre billige und so dermaßen offensichtlich selbstzweckhafte Machart zu amüsieren. Und ich muss sagen - auf diese Art und Weise funktioniert der Film. Gibt es wirklich Menschen, die diesen Quatsch ernst nehmen? Der deutsche Off-Kommentar des Sprechers ist so herrlich beschränkt, dass ich mich weigere, das zu glauben. Zu abgehoben sind die hier geklopften Sprüche; zu verschroben die geäußerten Ansichten. Weitere Filme dieser Machart brauche ich nicht. Aber als einmaliger Blick in einen sehr seltsamen Abgrund hat mich "Mondo Cane III" schon unterhalten. Auch, wenn ich mich frage, ob ich mich nicht ein wenig dafür schämen sollte. Wertung entfällt.