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Der Regisseur verwendet nur die üblichen Inszenierungsarten des Thriller-Genres, ohne jemals zu einem eigenen Stil zu finden. Zwar sind die Actionszenen größtenteils packend, die Geschichte um das Dreiecksspiel eines Polizisten, Auftragskillers sowie Anwalts inkl. der "Auflösung" jedoch unbefriedigend. Man bekommt schnell den Eindruck "gewollt, aber nicht gekonnt".
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Ein Cop sucht seine seit 10 Jahren verschwundene Verlobte, ein Gangster seinen Sohn und ein Zeuge wird gekillt, noch viel mehr Sachen passieren und irgendwie ist die ganze Geschichte sowas von dermaßen verworren und ausufernd, dass man schnell den Überblick verliert und sich vor allem der Relevanz vieler Charaktere nicht bewußt ist. Das Fragezeichen auf der Stirn des Zuschauers hätte nicht sein müssen und das Finale trägt dieser Verwirrung schließlich auch keine Rechnung. Zwar gehen die 100 Minuten schnell rum, doch bleibt ein fader Nachgeschmack, der allerdings durch einige wunderbar choreografierte Actionszenen kompensiert wird. Mal kein wie mittlerweile in Hollywood oder Korea übliches Wackel- und Schnittgezappel, sondern eine Kamera, die trotz viel Bewegung den Zuschauer nie die Übersicht über das Geschehen verlieren lässt. Unterm Strich bietet Divergence eine flotte Inszenierung und kann damit die Laufzeit über recht gut unterhalten.