Nach so vielen Jahren rechnete wohl niemand mehr mit einem weiteren Teil der „Return of the living dead“ Reihe und prompt liefert Regisseur Elkayem mit Teilen 4 und 5 gleich ein Doppelpack.
Doch „Necropolis“ hat mit den vorangegangenen Teilen nicht mehr viel gemein, zu lieblos die Story, zu uninspiriert die Inszenierung.
Wieder einmal ist ein mächtiger Chemiekonzern Schuld an der Misere, bietet Hybra Tech nach außen hin doch chemische Endlösungen für den ganzen Planeten, werden intern geheime Experimente mit Zombies veranstaltet und das Giftgas Trioxyn 5 ist auch wieder mit im Spiel.
Onkel Charlie arbeitet bei Hybra Tech und hat die Eltern seines Zöglings Julian bereits zu Kampfzombies verwandelt.
Julian ahnt noch nichts von den Machenschaften seines Onkels, doch als sein Freund Zeke (sprich „Sieg“, nicht „Zecke“)einen Motorradunfall hat und statt im Krankenhaus bei Hybra Tech landet, macht er sich mit seinen Schulfreunden zu einer Befreiungsaktion auf.
Ist ja auch ein Kinderspiel, den Konzern zu entern: Schulfreundin Katie überwacht in ihrer Freizeit das Sicherheitssystem und Wachpersonal gibt es nicht…
Is klar, dass im Verlauf die große Zombieplage freikommt und sich über die Dumpfbacken hermacht.
Bis dahin benötigt der Zuschauer aber eine Menge Geduld und muss sich eine Weile mit typischem Highschool-Getue auseinandersetzen. Humorlos, Klischeebeladen und überhaupt nicht ansprechend.
Nur eine dazwischen geschobene Szene mit zwei Obdachlosen, die von einem gegrillten Schwein(?) attackiert werden, lädt zum Schmunzeln ein.
Ansonsten fehlt hier der Humor, der vor allem den ersten Teil der Return-Reihe auszeichnete.
Und leider kommt auch wenig Atmosphäre, noch Spannung auf. Die Figuren sind dem Zuschauer von Beginn an egal, so dass man nur noch auf ein paar Splattereinlagen hoffen kann.
Diese sind auch bestimmt enthalten, - nur nicht für den deutschen Zuschauer. Es wurde dermaßen ruppig zur Schere gegriffen, dass sich der Schnitt bei jeder bevorstehenden Splatterszene bemerkbar macht. Lediglich ein paar blutige Kopfschüsse und zaghafte Halsbisse sind noch zu bestaunen und die sind noch nicht einmal schlecht ausgefallen, insgesamt ist das aber wenig tröstlich.
Was bleibt, sind eine Menge Zombies mit ansehnlichen FX, die nach „Gehirn“ rünsten und ein paar Teens, die ständig in Bewegung sind, auch wenn´s nicht viel Sinn ergibt.
Mit viel Einbildungskraft kann man im Mittelteil etwas vom Spiel „Resident Evil“ empfinden, ansonsten nichts als Leerlauf und gegen Ende noch zwei Terminator-Zombies, die komplett verschenkt wurden, da sie erst gar nicht richtig zum Einsatz kommen.
Viel Geballer, sprechende Untote und an jeder Ecke unlogische Sachverhalte.
Das ist zwar nicht komplett daneben, aber alles andere als eine würdige Fortsetzung der vorangegangenen Teile.
4 von 10 Punkten