Die Zwillinge Gore und Kutchek werden im Kindesalter von den Schergen des Kadar gefangen genommen und zu Killermaschinen erzogen. Dass die mal fliehen und sich gegen ihn wenden, hätte er sicherlich nie gedacht. Und es geht noch um einen Rubin. Weil … hab ich vergessen.
Während über einem immerhin netten Standbild die Credits zu Beginn abgespult werden, vernichtet die poppige Musikuntermalung gleich mal jedwede archaische Atmosphäre. Da hilft auch der Erzähler nichts, der die Hintergrundgeschichte zum Besten gibt. Ist aber auch nicht so wichtig, denn die Story ist ziemlich belanglos zusammengeklöppelt und nicht von Belang.
Und irgendwie verhalten sich die Leute durch die Bank bekloppt. Da jubeln Kadars Untertanen ihm zu, nachdem er eine Gauklertruppe überfallen, zwei Finger verloren und nicht mal den Rubin erbeutet hat. Die erwähnte Gauklertruppe vom Anfang mutiert später zu „erst lynchen wollen, dann nachschauen“. Wenn jemand mit einem Schwert nach mir sticht, bleib ich natürlich stehen und warte. Irgendwann wird er schon treffen. Und aus unerfindlichen Gründen bekommen manche einen Lachflash oder Kadar verdrischt den Wind. Auch scheint hier niemand zu altern oder mal die Klamotten zu wechseln. Über die albernen Helmen von Kadars Wache komme ich auch nicht hinweg.
Zugegeben, manche Sets wie der Sumpf sind schon ganz nett hingebaut, sehen aber trotzdem immer nach Freizeitparkattraktion aus. Noch eine Stufe drunter rangieren dann die Monstermasken.
Darstellerisch taugt das auch nicht viel, die beiden Pauls muskeln und blöken sich bemüht durch die Szenerie und räumen Pappmaché-Steine aus dem Weg. Der Rest spielt mit weniger Bizeps auf ähnlichem Niveau. Witzig gemeinte Aktionen oder Kabbeleien sind lahm, die Action ist spannungsfrei und ohne Finesse.
Mit dem Klassenprimus „Conan“ von 1982 darf man das eh nicht vergleichen, aber selbst für sich genommen ist „The Barbarians“ ein stumpfes Filmchen ohne merklichen Unterhaltungswert. Alles wirkt gewollt, aber nicht gekonnt und so taugt das höchstens halb angesoffen für den Mottoabend „Stumpf ist Trumpf“.