Review

kurz angerissen*
erstmals veröffentlicht: 30.03.2007

Äußerst bedrückendes Psychodrama von Michael Haneke, der mit einer schier unerträglichen Starre inszeniert und durch viele Standkameras und das Zustandekommen des Dramas aus dem Gewöhnlichen heraus nicht selten an "Irreversibel" erinnert, auch ein ähnliches Gefühl erzeugt. Weiterhin wagt sich Haneke erneut in die Meta-Ebene und verwirrt den Betrachter, indem plötzlich das Bild vorgespult wird und sich alles nur als Videoaufnahme entpuppt. Ein Stilmittel, das im zynischen "Funny Games" noch umstritten war. Hier fügt es dem Zuschauer permanente Beklemmung zu, ein sadistischer und zerstörerischer Akt. Denn es ist eine Qual, ständig im Ungewissen zu liegen darüber, wem man vertrauen kann und wem nicht und nicht erkennen zu können, woher die Bedrohung kommt. Mit der FSK12 auch eine zweifelhafte Freigabe, da der Grad an psychologischer und physiologischer Gewalt ausgesprochen hoch liegt.

*weitere Informationen: siehe Profil

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