Review

Das war er also der sechste und letzte Teil der großen Weltraumoper und was George Lucas und seine Trickspezialisten von ILM da auffahren hat schon wirklich spektakuläre Ausmaße. Alles ist hübsch poppig bunt und der Special FX Rechner war wohl monatelang im Dauereinsatz, denn jede Sekunde blinkt und explodiert irgendwas und sei es auch nur fern im Hintergrund.
Besonders gelungen startet der Film mit einer fulminanten Weltraumschlacht, die nun wirklich keine Wünsche mehr offen läßt und deutlich macht, warum allein dieser Teil, weit mehr kostete als die Ursprungstrilogie zusammen. Im Laufe der Geschichte treffen wir auch auf alte Bekannte wie den Wookies und der Erklärung warum Chewbacca der letzte seiner Art ist (eigentlich gibt es ja zwei Überlebende der Zottelbären, aber das Schicksal des anderen bleibt ungeklärt) und auch auf neue Figuren wie den Sith General Grievous, der zwar mit vier Laserschwertern gleichzeitig wirbeln kann, aber mindestens ein halbes dutzend Kettenraucher in seiner Ahnenreihe haben mußte, so wie der rumhustet.
Lucas achtete auch peinlich genau darauf, das zum Schluß alle losen Enden verknüpft sind, die ja dann letztendlich in Teil vier aufgenommen werden. So werden Padmes Kinder Luke und Leia voneinander getrennt, der Todesstern ist in der Bauphase, die Geschichte und der Beinaheuntergang der Jedi wird gezeigt und natürlich das Highlight, die Entstehungsgeschichte von Darth Vader mit der hervorragend gemachten Schlüsselszene des Helmaufsetzens und des ersten charakteristischen Röchlers, den wir ja alle kennen.
Die Schauspieler bewegen sich dabei auf gewohnt solidem Terrain, auch wenn sie wohl 80% ihrer Zeit vor der Blue Box agieren mußten, selbst Hayden Christensen(den ich im Vorgänger eher schlecht fand) spielt seine innere Zerrissenheit jetzt deutlich besser als im Vorgänger. Schade nur, das Altmeister Christopher Lee und sein Count Dooku nur zu einem Kurzeinsatz kamen, sonst gibts darstellerisch nix zu meckern. Erwähnenswert ist noch das Lucas auf seine Fans hörte und die fanseitig meistgehaßteste Figur Jar Jar Binks mit einem Null Text Auftritt in Rente schickte. Danke dafür.
Lästig fand ich wie immer dafür wieder diese Dialogperlen zwischen Anakin und Padme. So gut Natalie Portman als Schauspielerin ist, war ihr Charakter jede Minute auf den Schirm, für mich zumindest, eine einzige Qual. So viel Schmalz, die die beiden verbreiten, reicht aus um sämtliche Maschinen der Menschheit über Jahre hinweg am Laufen zu halten. Natürlich sind diese Gespräche notwendig um Anakins Motivation zu begründen, aber muß den gleich immer übertrieben werden?
Ansonsten ist die Rache der Sith ein würdiger Abschluß der zweiten Trilogie und auch der mit Abstand beste der drei neuen Star Wars Abenteuer. Es fehlte zwar ständig in allen Teilen der Charme der Vorgänger, aber die Sehgewohnheiten ändern sich im laufe der Jahrzehnte und wer weiß, vielleicht gibts ja eine neue Trilogie mit "Rise of the Jedi", "Spock meets Yoda" und "die Rache des Senats"
8/10

Details
Ähnliche Filme