Der 6. Film von Michele Soavi ist eine typische Zombie Verfilmung, die jedoch nicht wirklich überzeugen kann.
Zur Story: Francesco Dellamorte ist ein Friedhofsgärtner und muss mit seinem Assistenten Gnaghi fast jede Nacht für Ruhe sorgen, da die Toten spätestens nach 7 Tagen als Untote wiederauferstehen. Eines Tages lernt er eine Junge Witwe kennen, die er prompt in sein Gebeinehaus einlädt und sich in sie verliebt. Nachdem er diese dann aus Versehen erschoss, da sie von ihrem Zombie-Gatten gebissen wurde, wurde auch er von ihr verletzt. Durch den Biss wird er von der Unterwelt zum Morden animiert. Francesco lernt nun ab und zu Frauen kennen, die er aber unweigerlich zum Teil auch tötet oder mit Lügen von sich fern hält. Schlussendlich steht er seinem besten Freund gegenüber, der für ihn die Morde gesteht und ihn so unschuldig macht, was er ja nicht sein will. Von dem ganzen überwältigt versucht er mit Gnaghi zu fliehen, wobei die Flucht an einer zerstörten Brücke unweit seiner Heimatstadt endet.
Wie man vielleicht an der Zusammenfassung der Story erkennen kann, gibt es zwischen all den Ereignissen nicht viele Zusammenhänge und wenn, dann sind sie doch relativ unscheinbar und doch zum Teil recht wage. Die Tatsache, dass er im Zwiespalt zwischen der Realität und dem Fiktiven ist, wird eigentlich erst zum Schluss deutlich, wo er seinem besten Freund zur Rede stellt und dieser nur mit dem Satz antwortet: „Alles ist Scheiße, außer schlafen.“.
Na ja, die Story ist an und für sich gut, jedoch sind die Umsetzungen und die teilweise recht verworrenen Situationen alles andere als gut.
Ich präsentiere somit meine Top 3 an sehr „verwirrenden“ Stellen.
1. Francesco will sein bestes Stück entfernen lassen, da er eine Frau gefunden hat, die nur auf impotente Männer steht. Als er dann stattdessen eine Betäubung erhalten hat, die 1 Monat anhalten soll (!), gesteht sie ihm, dass der Bürgermeister sie vergewaltigt hat und sie es schön fand und den armen Francesco nicht mehr will.
2. Francesco versucht die in der Story schon erwähnte Witwe zu beeindrucken, was anfänglich jedoch nicht zu funktionieren scheint. Also sagt er „Der Friedhof hat ein sehr schönes Gebeinehaus.“. Davon sichtlich beeindruckt willigt die Witwe ein und tritt in das „wunderschöne“ Gebeinehaus.
3. Der Regisseur will die Tochter des Bürgermeisters als verzogen und hochnäsig hinstellen, was bei einer zufälligen Begegnung mit Gnaghi eintritt. Sie Fragt: „Papa was ist das? Kann ich es haben? Will es tanzen?“. Darauf erbricht der arme Gnaghi sein Mittagessen auf das arme Mädchen. Aber nicht traurig sein, in dem falle gibt es ein Happy End, da die Tochter auf schüchterne Männer steht, will sie Gnaghi heiraten.
Man kann ja wenn man will solche Szenen als belustigend hinstellen, aber den belustigenden Part in dem Film soll Gnaghi einnehmen, da er mit seiner zurückgebliebenen Art die Blicke schon auf sich zieht.
Die Bild und Tonqualität ist jedoch auf recht beachtlichem Niveau. Obwohl der Ton bei der Anfangsmusik ein wenig schwächelt (etwa so als ob die Batterien alle gehen) bleibt er im verlaufe des Films doch konstant gut. Die Bildqualität ist besser als in „Bad Taste“ oder „Braindead“ und an ihr gibt es eigentlich nichts auszusetzen. Jedoch ist der Schnitt miserabel und manchmal passt die Musik einfach nicht zum jeweiligen Anlass.
Die Splatterszenen sind auch gut gelungen, was man an den ein oder anderen aufwendig gemachten Headshot sieht. Wer jedoch Special Effects sucht ist hier fehl am Platze, da man nicht mal Kamerafahrten hinbekommt, ohne dass man das Moped sieht wo die Kamera draufmontiert ist. Anderes Beispiel ist auch, dass man gewisse Fäden oder Drähte sieht, an denen Dinge befestigt sind, die schwebend erscheinen sollen.
Der Film ist also vom Drehbuch her so ziemlich mit das Schlechteste was ich je gesehen hab, nicht durchdacht und ein „Low Low Budget“ Film. Aber die Splatterszenen sind gut gelungen und die Bild - und Tonqualität ist ebenfalls gut.
Aber über 3/10 kommt der Film bei mir nicht, da er schlicht und einfach Langweilig ist.