Review

Low Budget Zombiefilm aus Italien, von Horrorregisseur Michele Soavi, welcher auch den netten Slasher " Stagefright " gedreht hat. Warum " Dellamorte Dellamore " hier eine derartig hohe Wertung genießt kann ich leider nicht nachvollziehen. Ganz klar will der Film im Fahrwasser von " Braindead " fahren, erreicht aber nicht mal annährend dessen Qualität oder Witz. Trotzdem feierte der Film einen richtigen Siegeszug, als er auf DVD herauskam. Mittlerweile bekommt man deshalb die DVD hinterhergeschmissen.
Story:
Francesco Dellamorte ( Rupert Everett ) und sein Assisstent Gnaghi sorgen auf einem Friedhof für Ordnung. Nach einer Epidemie erwachen dort die Toten nach einer gewissen Zeit wieder zum Leben und müssen nochmal getötet werden. Bald verliebt sich Francesco in eine unbekannte Schönheit und von da an gerät seine Leben völlig aus den Fugen. Nachts tötet er wahrlos Leute und bald will er nur noch Eines, nämlich fliehen, doch er und Gnaghi kommen nicht weit.

Außer der netten Idee mit den wiederkommenden Toten hat der Film gar nichts an Story zu bieten. Außerdem wird das Ganze immer absurder und das Finale ist der absolute Tiefpunkt. Die letzten zehn Minuten sind Quatsch, die hätte man sich sparen können. Da wäre ein blutiges Finale mit ordentlich Action viel besser gewesen. Aber so wird der Filmspass richtig gemindert. Selbst die Erzählung ist viel zu zäh und so entstehen einige Längen, inklusive lahmer Dialoge. Immerhin funktioniert der schwarze Humor recht gut. Dafür geht die Spannung ziemlich am Anfang den Bach runter.
Gelungen ist der Score, welcher die zähe Sache perfekt untermalt, rein instrumental versteht sich natürlich. Die Friedhofsatmosphäre ist angenehm gruselig, aber mehr leider nicht. Aber trotz des niedrigen Budgets kann sich der Zuschauer über toll in Szene gesetzte Goreeffekte freuen. Blutige Kopfschüsse, Hinrichtungen, Kopf abtrennen in Nahaufnahme und Bisse. Der rote Saft fließt in recht großen Mengen, aber zu selten, da einfach zu wenig passiert. Die Zombies sehen leider ziemlich unspektakulär aus, das Make up ist zu blass. Auch treten die Untoten meist in sehr kleinen Mengen auf. Man neigt oft zur totalen Übertreibungen, wie zum Beispiel der Zombie, der samt Motorrad aus dem Grab kommt, oder die an Drähten hängenden Irrlichter ( Drähte sichtbar ). Die eingebauten Liebesgeschichten und Sexszenen, welche natürlich auf dem Friedhof stattfinden, strapazieren zusätzlich die Geduld.
Rupert Everett kann man gar keinen Vorwurf machen, denn sein zynisches und schwarzhumoriges Schauspiel macht Spass, während sich der Rest des Feldes auf Durchschnittsniveau hält.

Fazit:
Ich hatte wesentlich mehr erwartet und war vor allem vom grottenschlechten Finale enttäuscht. Die Story ist minimal, produziert kaum Spannung, da zu viel Leerlauf vorhanden ist. Immerhin sind die Goreeffekte sehr gelungen, genauso der Score. Wenn etwas passiert, macht der Film auch Spass, sonst animiert er eher zum Gähnen. Rupert Everett ist klasse, der Rest Durchschnitt.
Knappe 5 Punkte von mir, mehr gibts nicht.

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